Valorant Agenten-Pickrates – Pro vs. Ranked
Welche Agenten werden gerade wirklich gespielt – und warum sieht die Profi-Meta so anders aus als deine Ranked-Lobby? Diese Seite stellt die Pickrate im Profi-Turnier (Valorant Champions 2026) direkt neben die Ranked-Pickrate (Platinum+) – allgemein und pro Map wählbar. Alle Zahlen sind echt, mit Quelle und Patch-Stand.
Zuletzt aktualisiert: 30. Oktober 2026
Bei Valorant Champions 2026 (Endstand, alle 86 Maps) ist Omen mit Abstand am meisten gepickt (77 % aller Team-Aufstellungen), in Ranked führt dagegen Chamber (29,4 % Pickrate, Patch 13.08) vor Jett und Clove. Der Grund: Profis spielen koordiniert um feste Rollen, Ranked-Spieler wählen ihren Main. Wähle unten eine Map für den direkten Vergleich.


Pickrate-Vergleich
Wähle eine Map (oder »Allgemein«) und sortiere nach Pro-, Ranked-Pickrate oder der größten Differenz. Die Pro-Balken zeigen die Präsenz im Profi-Match, die Ranked-Balken die Pickrate in Platinum+. Map-Pool: Die Map-Auswahl zeigt die 7 Maps von Champions 2026, denn nur dort gibt es Profi-Daten. Im Ranked gilt seit Patch 13.08 (Akt 6) ein neuer Pool: Abyss, Bind, Corrode, Haven, Lotus, Summit und Sunset – Bind und Corrode sind neu, Ascent und Split raus.
So liest du die Liste – kurz erklärt
- Pro-Balken (orange): Wie oft der Agent im Profi-Turnier (Valorant Champions 2026) gespielt wird. 100 % = in jeder Team-Aufstellung dabei.
- Ranked-Balken (blau): Wie oft der Agent in Ranked (Rang Platinum und höher) gewählt wird.
- Winrate: Wie viel Prozent seiner Spiele der Agent gewinnt. Über 50 % = überdurchschnittlich gut.
- STier (S/A/B/C/D): Gesamt-Note für die Stärke – S ist am besten, D am schwächsten.
- Tipp: Oben eine Map anklicken – die Liste ordnet sich sofort neu. Mit dem Schalter rechts wählst du, wonach sortiert wird (Standard: nach Pro-Pickrate, meiste oben).
Pro-Meta vs. Ranked: warum die Pickrates so verschieden sind
Wer sich zum ersten Mal Profi-Statistiken ansieht, wundert sich oft: Bei Valorant Champions 2026 steht Omen in 77 % aller Team-Aufstellungen, während er in Ranked mit 9,3 % Pickrate nur Mittelfeld ist. Umgekehrt regiert in Ranked Chamber mit 29,4 % vor Jett (23,6 %) und Clove (22,3 %). Chamber ist auch im Turnier stark (52 %), Jett taucht dort aber nur in 9 % der Aufstellungen auf – und Clove gar nicht. Der Grund liegt nicht in unterschiedlichen »Wahrheiten«, sondern in zwei völlig verschiedenen Spielumgebungen. Genau diesen Kontrast kannst du oben Agent für Agent und Map für Map durchklicken – Profi-Präsenz und Ranked-Pickrate stehen hier direkt nebeneinander.
Im Profi-Spiel stellt jedes Team koordiniert fünf feste Rollen: mindestens ein Controller für Rauch, ein Initiator für Info und Flashes, ein Sentinel zur Absicherung und ein bis zwei Duelisten für den Entry. Ein Controller wie Omen ist damit fast Pflicht – auf Ascent, Lotus und Sunset stand er bei Champions 2026 sogar in 100 % der Aufstellungen. Die »Pickrate« ist hier also eine Präsenz: der Anteil aller Team-Aufstellungen, in denen der Agent stand (jede Map zählt mit zwei Aufstellungen). Weil ein Profi-Team seine fünf Slots bewusst auf Aufgaben verteilt, entsteht ein enges Meta: Bei Champions 2026 stellen 13 Agenten rund 90 % aller Picks, fünf Agenten wurden kein einziges Mal gespielt.
In Ranked (hier Platinum+) wählt dagegen jeder Spieler frei seinen Agenten – meist den eigenen Main. Die Picks verteilen sich dadurch viel breiter, und selbstbezogene Agenten mit hohem Solo-Wert dominieren: Reyna (kein Team nötig), Chamber (starke Selbst-Utility und Reposition), Jett (Fluchtpotenzial und Entry-Freiheit). Deshalb liegt selbst der meistgepickte Agent »nur« bei rund 29 % statt bei 70 %+. Ranked ist außerdem eine Umgebung ohne feste Absprachen: Viele Teams haben zwei oder drei Duelisten und keinen echten Controller – ein Muster, das im Profi-Bereich sofort bestraft würde.
Die größten Pro-vs-Ranked-Unterschiede im Detail
Omen ist das Paradebeispiel: 77 % Präsenz bei Champions 2026, aber nur 9,3 % in Ranked. Er ist der flexibelste Controller des Spiels – seine Rauche lassen sich blitzschnell neu setzen, sein Blind und die Teleporter geben einem koordinierten Team enorme Kontrolle. In Solo-Queue fehlt oft die Absprache, um sein Potenzial auszuschöpfen, also greifen viele lieber zu Clove (22,3 % Ranked, 0 % Pro): Clove kann selbst nach dem eigenen Tod noch Rauch setzen und wiederbeleben – perfekt für unkoordinierte Runden, aber im strukturierten Profi-Spiel den klaren, planbaren Rauchen von Omen und Viper unterlegen.
Fade und Sova zeigen denselben Graben aus der Initiator-Perspektive: Fade steht bei Champions 2026 in 51 % aller Aufstellungen, wird in Ranked aber nur zu 10,4 % gewählt; Sova kommt auf 40 % gegenüber 12,5 %. Information ist im Profi-Spiel die halbe Miete – Fades Prowler und Sovas Recon-Pfeil decken Gegner auf und verhindern blinde Pushes. In Ranked wird Info dagegen unterschätzt, weil das Team die Ansagen oft gar nicht nutzt. Viper ist der extremste Fall: auf Split bei Champions 2026 in 100 % der Aufstellungen, in Ranked mit 0,4 % praktisch nicht existent – ihr Wert entfaltet sich nur mit Team-Timing und Post-Plant-Absprache. Wer diese Muster versteht, erkennt sofort, welche Agenten in Ranked unterbewertet sind: Controller und Info-Initiatoren gewinnen Spiele, auch wenn sie selten gepickt werden.
Champions 2026: so hat sich die Profi-Meta verschoben
Im Vergleich zu unserer vorherigen Datenbasis, der VCT 2026 Americas Stage 2 (150 Maps, Patch 13.05), hat sich bei Champions 2026 einiges bewegt. Die größten Aufsteiger: Yoru springt von 7 auf 31 % – vor allem auf Abyss (69 %) und Split (60 %) –, Chamber von 31 auf 52 %, Fade von 31 auf 51 % und Sage von 8 auf 22 %, getragen von Summit (53 %). Dafür verlieren Phoenix (42 → 17 %), Sova (60 → 40 %), Cypher (37 → 22 %), Viper (38 → 30 %) und Neon (72 → 65 %). Omen bleibt die Konstante und legt sogar von 73 auf 77 % zu. Wichtig für die Einordnung: Stage 2 war ein reines Americas-Event, bei Champions treffen Teams aus allen vier Regionen aufeinander – ein Teil der Verschiebung kommt also von unterschiedlichen Spielstilen, nicht nur vom Patch.
Pickrate ist nicht gleich Stärke
Eine hohe Pickrate heißt zunächst nur: beliebt oder Meta-Pflicht. Sie sagt nicht automatisch, dass der Agent auch gewinnt. Ein gutes Beispiel ist Chamber: meistgepickter Ranked-Agent (29,4 %), aber mit einer Win-Rate von 49,9 % eher durchschnittlich. Umgekehrt hat Clove mit 52,7 % die höchste Win-Rate im Platinum+-Bereich und ist zusätzlich sehr beliebt – eine seltene Kombination, die den Status als einziger S-Tier-Agent erklärt. Auch Sage (51,5 % Win-Rate bei nur 3,7 % Pickrate), Killjoy (51,4 % bei 1,0 %) und Cypher (51,0 %) sind heimliche Gewinner: wenig gespielt, aber überdurchschnittlich erfolgreich. Deshalb zeigen wir bei den Ranked-Werten immer zusätzlich Win-Rate und Tier, damit du Beliebtheit und tatsächliche Stärke auseinanderhalten kannst. Faustregel: Ein Agent mit hoher Win-Rate und niedriger Pickrate ist oft ein unterschätzter Geheimtipp zum Klettern.
Pickrate pro Map: die Profi-Meta Map für Map
Im Profi-Bereich hängt die Agentenwahl stark von der Map ab – jede Karte hat ihre eigenen Sichtachsen, Chokes und Rotationswege. Über die Map-Auswahl oben siehst du für jede Map sofort die nach Pickrate sortierte Rangliste. Hier die komplette Meta-Analyse der sieben Maps von Valorant Champions 2026 (Endstand, alle 86 Maps), jeweils mit der Begründung, warum bestimmte Agenten dominieren, und dem Rundenverhältnis Angriff/Verteidigung. Wichtig für Ranked: Seit Patch 13.08 (Start von Akt 6, 13./14.10.2026) besteht der Ranked-Pool aus Abyss, Bind, Corrode, Haven, Lotus, Summit und Sunset. Ascent und Split standen bei Champions 2026 bis zum Finale am 18.10. noch im Profi-Pool, im Ranked sind sie raus. Für Bind und Corrode gibt es aus Champions 2026 keine Profi-Daten, weil beide dort nicht im Pool waren.
Ascent ist die klassische Zwei-Site-Map, auf der die Mid-Kontrolle über die Runde entscheidet. Omen und Sova sind mit je 100 % praktisch gesetzt: Omen teilt mit seinen Rauchen Mid und die Sites ab, Sova holt mit Recon-Pfeil und Drohne die Information, die auf Ascent alles ist. Dahinter folgen Chamber (54 %), Cypher (46 %) und Sage (42 %) als Absicherung, den Entry teilen sich Neon und Phoenix (je 38 %) sowie Jett (35 %). Ascent ist bei Champions 2026 die verteidigungsstärkste Map im Pool: 55 % der Runden gehen an die Verteidiger. In Ranked sah Ascent bis Patch 13.06 völlig anders aus – dort dominierten Chamber, Jett und Reyna, Sova liegt rankübergreifend (Patch 13.08) bei 12,5 %. Seit Patch 13.08 ist Ascent nicht mehr im Ranked-Pool.
Haven ist eine der zwei Drei-Site-Maps im Pool und belohnt Information sowie Rotations-Timing. Hier führt Neon (85 %) vor Sova (80 %) und Omen (70 %) – drei Sites zwingen zu schnellem Entry und maximaler Aufklärung. Chamber (60 %) folgt, Phoenix und Yoru kommen auf je 45 % – für Phoenix ist Haven die beste Map –, Astra auf 25 %, Fade, Cypher und Killjoy auf je 20 %. Die Runden sind fast ausgeglichen (Angriff 51 % / Verteidigung 49 %).
Lotus ist die zweite Drei-Site-Map, mit rotierenden Türen und viel Post-Plant-Spiel. Auffällig ist der Doppel-Controller: Omen (100 %) und Viper (77 %) teilen sich die weiten Winkel, dazu kommt Fade (77 %) für Info. Chamber (57 %), Neon und Raze (je 50 %) teilen sich Entry und Absicherung, und der Sentinel Vyse (37 %) sperrt mit ihren Fallen die vielen Zugänge. Lotus zeigt, wie map-spezifisch die Profi-Meta ist: Vyse kommt insgesamt nur auf 9 %, hier auf 37 %. Runden: Angriff 46 % / Verteidigung 54 %.
Split ist eine enge, vertikale Map mit vielen Chokes – Viper ist mit 100 % gesetzt, weil ihre Giftwand die schmalen Korridore perfekt teilt. Omen (90 %) ist der zweite Controller, dazu Neon (75 %) für schnelle Executes, Fade (70 %) für Info und – der große Aufsteiger – Yoru (60 %). Raze (35 %) und Skye (30 %) ergänzen. Überraschend: Bei Champions 2026 gewinnt auf Split die Angriffsseite 61 % der Runden – der höchste Angriffswert aller Maps.
Sunset ist eine kompakte Zwei-Site-Map mit großem Mid. Omen (100 %) und Neon (79 %) dominieren, dazu Fade (71 %) und Chamber (67 %). Sage und Cypher (je 33 %), Yoru (29 %), Sova (25 %) und Waylay (21 %) runden ab. Sunset ist bei Champions 2026 zusammen mit Haven die ausgeglichenste Map: 51 % der Runden für den Angriff, 49 % für die Verteidigung.
Abyss ist die Besonderheit: eine Map ohne Geländer an den Rändern (Fall-Tod!), auf der Positionierung überlebenswichtig ist. Sova (100 %) ist gesetzt, und hier glänzt der Doppel-Controller: Harbor (81 %) teilt mit seinen Wasserwänden die langen Linien, Astra (56 %) oder Omen (38 %) kommen dazu. Bei den Duelisten führen Yoru und Waylay (je 69 %) – auf keiner anderen Map sind die beiden so gefragt. Abyss war mit 8 von 86 Maps die seltenste Map des Turniers. Runden: Angriff 55 % / Verteidigung 45 %.
Summit ist die neue Drei-Lane-Map mit reaktiven Wänden, auf der Mid-Kontrolle alles ist – und mit 18 von 86 Maps die meistgespielte bei Champions 2026. Neon und Fade (je 83 %) sind die Top-Picks, dahinter Chamber (69 %) und Sage (53 %). Bei den Controllern ist Summit offen: Harbor (44 %), Omen (42 %), Viper und Brimstone (je 8 %) teilen sich die Rolle. Runden: Angriff 52 % / Verteidigung 48 %. Als jüngste Map ist Summits Meta noch am stärksten in Bewegung.
Breeze fehlt in dieser Auswertung, weil die Map nicht im Map-Pool von Champions 2026 ist. In unserer vorherigen Auswertung (VCT 2026 Americas Stage 2) war Breeze die Map des Doppel-Controllers: Harbor (73 %) und Viper (63 %) neben Sova (100 %). Sobald Breeze wieder im Profi-Pool gespielt wird, nehmen wir die Map erneut auf.
Die Ranked-Pickrate schwankt dagegen pro Map nur wenig: Wer Reyna-Main ist, spielt Reyna auf jeder Map. Deshalb zeigen wir die Ranked-Zahl rankübergreifend als stabile Vergleichsgröße neben der map-genauen Pro-Präsenz – so siehst du auf einen Blick, wo Solo-Queue und Profi-Meta am weitesten auseinanderliegen.
Die vier Rollen im Vergleich
Duelisten beherrschen Ranked (Jett 23,6 %, Reyna 19,3 %, Neon 12,2 %), sind im Profi-Bereich aber meist auf ein bis zwei Slots begrenzt. Die große Ausnahme ist Neon: mit 65 % Präsenz ist sie bei Champions 2026 der mit Abstand meistgespielte Duelist, weil ihr Speed und Stun perfekt in koordinierte Executes passen. Dahinter springt Yoru auf 31 %. Jett dagegen fällt im Pro-Bereich auf 9 %, Reyna sogar auf 0 % – ihr fehlt der Team-Nutzen.
Initiatoren sind im Profi-Spiel deutlich stärker vertreten als in Ranked: Fade (51 % Pro vs. 10,4 % Ranked) und Sova (40 % vs. 12,5 %) liefern die Information, ohne die kein Site-Hit gelingt. In Ranked wird diese Rolle sträflich vernachlässigt – ein Grund, warum ein einzelner guter Initiator dort so viel bewegen kann.
Controller zeigen den größten Graben überhaupt. Omen (77 % Pro / 9,3 % Ranked), Viper (30 % Pro, auf Split 100 % / 0,4 % Ranked) und Harbor (17 % Pro, auf Abyss 81 % / 0,9 % Ranked) sind im Profi-Bereich unverzichtbar, in Solo-Queue Randerscheinungen. Nur Clove dreht das Bild um (0 % Pro / 22,3 % Ranked). Wer in Ranked konstant einen Controller spielt, tut seinem Team einen der größten Gefallen überhaupt.
Sentinels sind gemischt: Chamber steht als einziger Sentinel in beiden Welten weit oben (52 % Pro / 29,4 % Ranked) – er verbindet Sentinel-Nutzen mit Duelisten-artigem Aim-Potenzial. Cypher (22 % / 5,1 %) und Sage (22 % / 3,7 %) sind im Profi-Bereich Info- und Lockdown-Anker, Killjoy kommt bei Champions dagegen nur auf 2 % – obwohl sie in Ranked mit 51,4 % Win-Rate zu den erfolgreichsten Agenten gehört.
So nutzt du die Pickrates zum Rank-Climben
Kopiere Profi-Comps nicht blind – ohne Absprache funktionieren sie nur halb. Nimm stattdessen drei Lehren mit: Erstens, sorge dafür, dass dein Team mindestens einen Controller und einen Initiator hat; genau diese Rollen fehlen in Ranked am häufigsten und gewinnen Runden. Zweitens, schau vor dem Locken auf die Map: Auf offenen Maps wie Abyss lohnt ein zweiter Controller (Harbor/Astra), auf Info-Maps wie Haven und Ascent ein Recon-Initiator (Sova). Drittens, achte auf die Win-Rate, nicht nur die Pickrate: Agenten wie Killjoy, Cypher oder Clove gewinnen überdurchschnittlich, obwohl (oder weil) sie seltener gespielt werden. Ein einzelner disziplinierter Utility-Spieler hebt eine Solo-Queue-Runde oft mehr als ein vierter Duelist.
Unterschätzte Agenten & versteckte Perlen
Die spannendsten Picks stehen oft nicht ganz oben in der Pickrate, sondern in der Win-Rate. Killjoy wird in Platinum+ nur von 1,0 % gespielt, gewinnt aber 51,4 % ihrer Matches – ihre Fallen und der Lockdown-Ult sind extrem wertvoll, wenn niemand sonst die Site absichert. Ähnlich Cypher (51,0 % Win-Rate, 5,1 % Pickrate) und Sage (51,5 % / 3,7 %), deren Wand und Heilung ganze Executes brechen. Map-spezifisch lohnt sich der Blick nach oben besonders: Vyse ist auf Lotus mit 37 % Profi-Präsenz eine feste Größe, wird in Ranked aber nur von 1,1 % gespielt – bei 50,0 % Win-Rate ist sie dort keineswegs schwach, sondern schlicht unterschätzt. Wer solche Perlen früh spielt, sammelt RR, bevor die breite Masse nachzieht.
Umgekehrt lohnt ein kritischer Blick auf die »sicheren« Picks. Reyna und Jett sind extrem beliebt, liefern aber nur durchschnittliche Win-Raten (49,8 % bzw. 50,0 %) – sie belohnen individuelles Aim, tragen aber wenig zum Team bei. In einer Runde ohne Controller ist der vierte Duelist selten die Lösung. Genau hier liegt die größte, kostenlose Verbesserung für die meisten Ranked-Spieler: eine Rolle zu füllen, die sonst niemand nimmt.
Wie sich das Meta über die Saison verschiebt
Pickrates sind kein Naturgesetz – sie bewegen sich mit jedem Patch. Riot bringt etwa alle zwei Wochen ein Update, das Agenten stärkt oder schwächt, Waffen anpasst oder die Map-Rotation ändert. Ein Buff kann einen Rand-Agenten über Nacht ins Meta heben, ein Nerf einen Dauerbrenner aus den Comps kippen. Auch neue Maps verschieben alles: Summit kam erst mit Patch 13.00 in den Wettkampf-Pool, und ihre Meta ist noch am stärksten in Bewegung. Große Turniere wirken zusätzlich als Katalysator: Wenn ein Top-Team eine neue Comp zeigt, kopieren sie erst die anderen Profis und wenig später die Ranked-Lobbys. Deshalb lohnt es sich, diese Seite regelmäßig zu prüfen – wir ziehen die Zahlen pro Patch nach, damit du immer die aktuelle Lage siehst statt veralteter Faustregeln.
Kurz gesagt: Die Pickrate zeigt dir, was gerade gespielt wird – im Profi-Turnier eng und rollenbasiert, in Ranked breit und main-getrieben. Wer beide Welten nebeneinander liest, erkennt nicht nur die Meta, sondern auch die Lücken: die unterschätzten Controller, die vernachlässigten Initiatoren und die Agenten, deren Win-Rate über ihrer Beliebtheit liegt. Genau daraus baust du dir einen echten Vorteil.
Die Pickrates zeigen das Meta – die App zeigt dein Spiel
Ob dein Main gerade im Meta ist, verraten die Zahlen oben. Wie gut du ihn spielst, zeigt die kostenlose Valorant-Spind App: Sie wertet deine Ranked-Matches mit Kill-Heatmaps und Aim-Analyse aus und spielt deine letzten 20 Matches als 2D-Replay nach – lokal auf deinem PC, ohne Login.
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Methodik & Quellen
Die Profi-Zahlen stammen von VLR.gg und beziehen sich auf Valorant Champions 2026 in Shanghai (24.09.–18.10.2026): Endstand mit allen 86 gespielten Maps aus 34 Serien, gespielt auf Patch 13.05b/c. Weltmeister wurde LOUD mit einem 3:1 gegen Team Vitality im Grand Final. »Pickrate« bedeutet hier Präsenz: der Anteil aller Team-Aufstellungen, in denen ein Agent stand (0–100 %; jede Map zählt mit zwei Aufstellungen). Die Ranked-Zahlen kommen von valking.gg für den Rang Platinum+ auf Patch 13.08 (Stand 18.10.2026) und geben Pickrate, Win-Rate und Tier an. Die Vergleichswerte aus der VCT 2026 Americas Stage 2 (150 Maps, 16.07.–07.09.2026, Patch 13.05) stammen aus unserer vorherigen Erhebung, ebenfalls von VLR.gg. Mit dem nächsten Patch und den ersten Profi-Turnieren 2027 ziehen wir die Zahlen erneut nach. Alle Turnierzahlen inklusive Spieler- und Map-Statistik stehen im Champions-Live-Hub.
Valorant Agenten-Pickrates: die Fakten auf einen Blick
- Meistgepickter Agent bei Valorant Champions 2026 (Endstand, 86 Maps): Omen mit 77 % Präsenz, gefolgt von Neon (65 %) und Chamber (52 %).
- Meistgepickter Agent in Ranked (Platinum+, Patch 13.08): Chamber mit 29,4 % Pickrate, vor Jett (23,6 %) und Clove (22,3 %).
- Höchste Win-Rate in Ranked: Clove mit 52,7 % – als einziger Agent S-Tier –, vor Sage (51,5 %) sowie Phoenix und Killjoy (je 51,4 %).
- Größter Unterschied Pro↔Ranked: Omen (77 % Pro vs. 9,3 % Ranked) sowie Clove und Reyna, die in Ranked auf Platz 3 und 4 liegen, bei Champions 2026 aber in keiner einzigen Aufstellung standen.
- Größter Aufsteiger gegenüber der VCT 2026 Americas Stage 2: Yoru von 7 auf 31 % Profi-Präsenz, knapp vor Chamber (31 → 52 %).
- Pickrate misst Beliebtheit/Meta-Zwang, nicht automatisch Stärke – deshalb steht die Win-Rate immer dabei.
Warum ist die Profi-Pickrate viel höher als die Ranked-Pickrate?
Weil beide Zahlen unterschiedlich zustande kommen. In einem Profi-Match werden pro Team fünf feste Rollen besetzt – Controller wie Omen sind fast Pflicht, deshalb erreichen Top-Agenten Präsenzwerte bis 100 % auf einer Map. In Ranked wählt jeder Spieler frei seinen Agenten; die Picks verteilen sich viel breiter, weshalb selbst der meistgespielte Agent (Chamber) »nur« rund 29 % erreicht. Beide Werte stehen mit Quelle dabei.
Woher stammen die Zahlen?
Die Profi-Zahlen kommen von VLR.gg (Valorant Champions 2026, Endstand mit allen 86 Maps bis 18.10.2026, Patch 13.05b/c), die Ranked-Zahlen von valking.gg (Rang Platinum+, Patch 13.08, Stand 18.10.2026). Wir aktualisieren sie pro Patch und nach großen Turnieren. Es sind keine geschätzten oder erfundenen Werte.
Kann ich die Pickrate pro Map ansehen?
Ja. Über die Map-Auswahl schaltest du zwischen »Allgemein« und einzelnen Maps (Ascent, Haven, Lotus, Split, Sunset, Abyss, Summit – der Map-Pool von Champions 2026; Breeze wurde dort nicht gespielt) um. Die Pro-Balken zeigen dann die Präsenz genau auf dieser Map. Die Ranked-Pickrate ist rankübergreifend, weil sie sich pro Map kaum verschiebt. Im Ranked-Pool sind seit Patch 13.08 Abyss, Bind, Corrode, Haven, Lotus, Summit und Sunset.
Warum sind Reyna und Clove in Ranked stark, im Pro-Turnier aber kaum zu sehen?
Reyna und Clove sind Solo-Queue-Agenten: Reyna belohnt individuelles Aim ohne Team-Abhängigkeit, Clove kann als Controller selbst nach dem eigenen Tod noch wirken. In koordinierten Profi-Teams werden dagegen strukturierte Controller (Omen, Viper) und Info-Initiatoren bevorzugt – deshalb standen Reyna und Clove bei Champions 2026 in keiner einzigen Aufstellung.
Bedeutet eine hohe Pickrate, dass der Agent am besten ist?
Nein. Pickrate zeigt Beliebtheit bzw. Meta-Zwang, nicht automatisch die Win-Rate. Ein Agent kann viel gespielt und trotzdem nur durchschnittlich sein (z. B. Chamber: sehr hohe Pickrate, aber Win-Rate um 50 %). Deshalb steht bei den Ranked-Werten zusätzlich die Win-Rate und das Tier dabei.
Wie oft werden die Daten aktualisiert?
Zu jedem größeren Patch und nach großen Turnieren. Da Riot ungefähr alle zwei Wochen patcht und sich die Meta dadurch verschiebt, ziehen wir die Zahlen entsprechend nach und aktualisieren das Stand-Datum oben auf der Seite.
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