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Valorant Pick’Ems: Der komplette Guide

Ab dem 10. September kannst du die Ergebnisse von Champions Shanghai tippen – direkt im Client oder im Web. Hier steht, wie Pick’Ems funktionieren, welche Rewards es gibt und wie du klug tippst.

⚡ Schnelle Antwort

Pick’Ems sind Valorants offizielles Tippspiel zur Esports-Saison: Du sagst voraus, welche Teams bei Champions Shanghai weiterkommen. Start: 10. September 2026, spielbar im Client (Esports-Tab) und im Web. Schon fürs Mitmachen gibt es Gratis-Rewards.

Was sind Pick’Ems – und wo spiele ich sie?

Pick’Ems sind das offizielle Vorhersage-Spiel der VALORANT Champions Tour. Statt selbst zu zielen, tippst du: Welche Teams überstehen die Gruppenphase? Wer marschiert durch die Playoffs? Für richtige Vorhersagen sammelst du Punkte und schaltest kosmetische Belohnungen frei – komplett kostenlos.

Mit Patch 13.05 hat Riot bestätigt: Die Pick’Ems für Champions Shanghai öffnen am 10. September 2026. Das große Finale der Saison läuft vom 24. September bis 18. Oktober in Shanghai – 16 Teams aus den vier Regionen Americas, EMEA, Pacific und China kämpfen um den Titel. Alles zum Turnier und zur erwarteten Skin-Kollektion findest du auf unserer Champions-2026-Seite.

Abgeben kannst du deine Picks an zwei Orten – beide greifen auf denselben Account zu:

  1. Im Spiel: Valorant starten → oben den Esports-Tab öffnen → Pick’Ems auswählen und Teams platzieren. Fertig in zwei Minuten.
  2. Im Web: Auf der offiziellen VALORANT-Esports-Seite mit deinem Riot-Account einloggen und dort tippen – praktisch, wenn du unterwegs bist oder Brackets lieber am großen Bildschirm sortierst.
  3. Vor Turnierstart prüfen: Bis zum ersten Match kannst du deine Picks in der Regel noch ändern – danach sind sie eingeloggt.

So funktioniert das Punktesystem

Das Prinzip ist einfach, die Details entscheiden aber über die Rangliste:

PhaseWas du tippstPunkte
GruppenphaseWelche Teams kommen weiterPunkte pro korrekt vorhergesagtem Team
Platzierungs-BonusDie exakte Platzierung innerhalb der GruppeExtra-Punkte, wenn auch die Reihenfolge stimmt
PlayoffsSieger der einzelnen Runden bis zum ChampionPunkte pro Runde – späte Runden zählen mehr

Zur Einordnung: Beim Champions-Event 2025 lag die maximal erreichbare Punktzahl bei 400. Wichtig zu wissen: Ein perfektes Bracket („100 %“) hat in der Geschichte der Pick’Ems noch niemand geschafft – dafür gibt es sogar einen eigenen legendären Titel, der bis heute unvergeben ist. Du musst also nicht perfekt tippen, nur besser als die Masse.

Diese Rewards kannst du abstauben

  • Teilnahme-Belohnung: Schon fürs Abgeben deiner Picks gibt es kosmetische Rewards – bei Champions-Events üblicherweise Titel und Buddies rund ums Turnier.
  • Leaderboard-Buddies: Je nach Punktzahl im Vergleich zur Community schaltest du zusätzliche Buddy-Varianten frei.
  • Top-20-%-Bonus: Wer besser tippt als 80 % aller Spieler, bekommt erfahrungsgemäß eine besondere „Master“-Variante des Buddies.
  • Der 100-%-Titel: Für ein komplett fehlerfreies Bracket – bislang unerreicht. Vielleicht bist du der Erste.

💡 Nicht verwechseln: Pick’Ems-Rewards sind kostenlos und unabhängig vom Champions-Bundle, das Mitte September im Shop erwartet wird. Und wer während der Matches auf Twitch zuschaut, kann zusätzlich Drops kassieren – die bekanntesten deutschen Streamer findest du auf unserer Streamer-Seite.

Tipp-Strategie: So holst du mehr Punkte als deine Freunde

Blind auf Favoriten setzen kann jeder. Wer die Rangliste gewinnen will, tippt systematisch – hier sind unsere Champions-Tipps:

  • Aktuelle Form schlägt Namen: Schau dir die letzten internationalen Events und die regionalen Playoffs an, nicht den Ruf von vor zwei Jahren. Ein Team, das sich gerade souverän qualifiziert hat, ist heißer als ein müder Titelverteidiger.
  • Regionen realistisch gewichten: Vier Regionen, sechzehn Teams – aber die Stärke verteilt sich nie gleichmäßig. Wirf einen Blick darauf, wie die Regionen bei den letzten Masters-Events gegeneinander abgeschnitten haben.
  • Gruppen-Reihenfolge = Bonuspunkte: Die meisten tippen nur, WER weiterkommt. Die Extra-Punkte für die exakte Platzierung sind der einfachste Weg, sich vom Durchschnitt abzusetzen.
  • Ein mutiger Underdog reicht: Wenn alle dasselbe Bracket abgeben, entscheidet der eine unbequeme Pick. Ein gut begründeter Außenseiter mit machbarem Bracket-Weg bringt dich nach vorn – fünf wilde Tipps ruinieren dich.
  • Bis zur Deadline warten: Kurz vor Turnierstart gibt es die frischesten Infos zu Roster-Änderungen und Form. Gib deine Picks früh ab, aber schau am 23. September noch einmal drüber.

Die wichtigsten Termine im Überblick

DatumWas passiert
10. SeptemberPick’Ems öffnen (Client + Web)
~Mitte SeptemberChampions-Bundle-Reveal erwartet (Status-Seite)
24. SeptemberChampions Shanghai startet – Picks sind eingeloggt
18. OktoberGroßes Finale in Shanghai

Übrigens: Wer die deutsche Szene und alle Turnier-Formate verstehen will, findet auf unserer Esports-Seite den kompletten Überblick über VCT, Masters und Champions – und im Glossar alle Begriffe von „Bracket“ bis „Lower Round“.

Pick’Ems: Historie, Rekorde und warum „100 %“ fast unmöglich ist

Pick’Ems begleiten die großen VALORANT-Turniere seit den ersten Champions- und Masters-Events. Bei jedem Turnier tippen weltweit hunderttausende Fans mit – genau das macht die Ranglisten so hart umkämpft. Ein komplett fehlerfreies Bracket über Gruppenphase und alle Playoff-Runden hinweg hat bisher niemand öffentlich bestätigt geschafft: Schon ein einziges Überraschungs-Ergebnis in den Playoffs reißt die perfekte Serie ein – und Underdog-Runs gehören bei Valorant-Events zur Tradition.

Realistisch geht es bei Pick’Ems deshalb nicht um die perfekte 100-%-Wertung, sondern darum, besser zu tippen als der Durchschnitt der Community. Die begehrten „Master“-Buddy-Varianten schaltest du typischerweise frei, indem du dich in die oberen Ränge tippst – nicht, indem du jedes Match errätst.

💡 Merke: Bewertet wird oft nicht nur „wer gewinnt“, sondern auch die exakte Platzierung in der Gruppe. Ein Team auf Platz 1 statt Platz 2 zu setzen kann Bonuspunkte kosten oder bringen – dort entscheidet sich häufig das Leaderboard.

Die 5 häufigsten Tipp-Fehler – und wie du sie vermeidest

  1. Nur nach Namen tippen: Große Namen aus der Vorsaison sind kein Garant. Schau dir die aktuelle Form und die letzten Ergebnisse an, nicht nur den Ruf.
  2. Die Gruppenauslosung ignorieren: Ein starkes Team in einer „Todesgruppe“ kann früher rausfliegen als ein mittelmäßiges Team in einer leichten Gruppe. Bewerte immer das Matchup, nicht nur die Einzelstärke.
  3. Regionen-Bias: Nicht jede Region ist jedes Jahr gleich stark. Wer blind auf die eigene Lieblingsregion setzt, verschenkt Punkte.
  4. Zu spät abgeben: Picks müssen vor dem ersten Match der jeweiligen Phase eingeloggt sein. Verpasst du die Deadline, zählt dein Tipp nicht.
  5. Nach dem Locken nicht mehr hinschauen: Zwischen Gruppenphase und Playoffs kannst du oft neu tippen. Wer nach der Gruppenphase nicht zurückkommt, lässt leicht verdiente Playoff-Punkte liegen.

Wenn du parallel wissen willst, welche Agenten das Meta bei diesem Event dominieren, helfen dir unsere Agenten-Tier-List und die Pickrates beim Einschätzen der Teams.

Dein erstes Mal Pick’Ems: Schritt für Schritt

Wenn du zum ersten Mal Pick’Ems spielst, wirkt die Bracket-Ansicht schnell unübersichtlich. Geh es entspannt an: Öffne das offizielle VCT-Pick’Ems-Portal, logge dich mit deinem Riot-Konto ein und wähle das aktive Event. Du siehst dann pro Phase eine Reihe von Fragen – wer kommt aus der Gruppe weiter, wer gewinnt ein bestimmtes Match, welches Team steht am Ende oben. Wichtig: Deine Tipps lassen sich bis zum Beginn der jeweiligen Phase ändern, danach sind sie eingefroren. Trag dir den Deadline-Zeitpunkt also in den Kalender, damit du nicht vergisst, vor Anpfiff zu tippen.

Für den Anfang gilt: Überdenk deine Tipps nicht zu Tode. Ein solider erster Ansatz ist, den gesetzten Favoriten in klaren Matches zu vertrauen und nur bei den offenen 50:50-Duellen bewusst nachzudenken. Du sammelst mit jeder korrekten Vorhersage Punkte, und selbst ein „durchschnittliches" Tippblatt macht das Zuschauen sofort spannender, weil plötzlich jedes Match auch dein Match ist. Genau das ist der eigentliche Reiz: Pick’Ems verwandeln passives Zuschauen in ein Mitfiebern mit Einsatz. Die genaue Punkte-Mechanik und die Belohnungen findest du weiter oben auf dieser Seite erklärt.

Matchups lesen wie ein Analyst

Wer mehr Punkte holen will als der Zufall, schaut über den bloßen Team-Namen hinaus. Drei Faktoren geben dir einen echten Vorsprung. Erstens die aktuelle Form: Ein Team, das die letzten Serien souverän gewonnen hat, ist in besserer Verfassung als ein namhafter Gigant, der gerade schwächelt – Ruf allein gewinnt keine Karten. Zweitens der Map-Pool: Fast jedes Team hat starke und vermeidbare Maps. Wenn du weißt, welche Maps im Veto wahrscheinlich fallen und welche gespielt werden, kannst du Duelle viel präziser einschätzen. Drittens die direkten Duelle (Head-to-Head): Manche Teams liegen einem bestimmten Gegner stilistisch einfach nicht.

Kombiniere diese drei Linsen, statt dich auf eine zu verlassen. Ein Team mit schwacher Tagesform, aber starkem Map-Pool gegen einen Angstgegner ist ein klassisches Stolperfallen-Match – genau dort trennt sich der informierte Tipp vom Bauchgefühl. Nutze die Wochen vor einem großen Event, um ein paar Serien bewusst anzuschauen: Achte nicht nur auf das Ergebnis, sondern darauf, wie ein Team gewinnt – über Aim-Duelle, über Utility-Disziplin oder über clevere Map-Kontrolle. Dieses Verständnis zahlt sich in fast jeder Pick’Ems-Frage aus.

Gruppenphase, Swiss und Playoffs richtig tippen

Nicht jede Turnierphase folgt derselben Logik – und wer das ignoriert, verschenkt Punkte. In der Gruppen- oder Swiss-Phase spielen viele Teams mehrere Serien, und Überraschungen sind häufiger, weil auch starke Teams mal einen schlechten Tag haben, ohne gleich auszuscheiden. Hier lohnt es sich, nicht stur nur Favoriten zu tippen, sondern das eine oder andere kalkulierte Risiko einzugehen, wenn Form und Map-Pool dafür sprechen. In den Playoffs dagegen, im K.o.-System, zählt Konstanz und mentale Stärke mehr – hier setzen sich die abgeklärten Teams häufiger durch, und der sichere Favoriten-Tipp ist oft der klügere.

Ein verbreiteter Fehler ist, in der Gruppenphase zu vorsichtig und in den Playoffs zu mutig zu tippen – meist sollte es genau andersherum sein. Überleg dir außerdem, wie das Punktesystem gewichtet ist: Bringen spätere Runden mehr Punkte, lohnt es sich, deine Aufmerksamkeit dorthin zu lenken und die frühen Fragen pragmatischer zu beantworten. Behandle dein Tippblatt wie ein kleines Portfolio: sichere Basis-Tipps plus ein paar bewusst gewählte Wetten mit hohem Ertrag.

Warum die Meta und die Map-Vetos deine Tipps beeinflussen

Valorant-Esport wird stark von der aktuellen Agenten- und Map-Meta geprägt, und diese verändert sich mit jedem größeren Patch. Ein Team, dessen Stärke auf Kompositionen beruht, die gerade generft wurden, kann über Nacht an Schlagkraft verlieren – während ein anderes von genau diesen Änderungen profitiert. Behalte deshalb vor einem Event die jüngsten Patch Notes im Blick: Sie verraten dir oft, welche Teams gerade Rückenwind haben. Auch der Map-Pool des Turniers ist entscheidend, denn Teams bereiten sich gezielt auf die spielbaren Maps vor.

Das Map-Veto vor jeder Serie ist ein taktisches Schachspiel für sich. Teams bannen die stärksten Maps des Gegners und sichern ihre eigenen Comfort-Picks. Wer versteht, welche Maps ein Team liebt und welche es fürchtet, kann oft schon vor dem ersten Schuss abschätzen, wer im Vorteil ist. Dieses Wissen musst du dir nicht aus der Luft greifen: Team-Statistiken zu Map-Winrates sind öffentlich, und ein kurzer Blick darauf verwandelt einen Rate-Tipp in eine fundierte Einschätzung.

Pick’Ems mit Freunden: Ligen, Tabellen und Wetten

Am meisten Spaß machen Pick’Ems in der Gruppe. Auch wenn das offizielle Portal keine privaten Ligen bietet, ist eine eigene Freundes-Wertung schnell gebaut: Jeder macht seine offiziellen Tipps, ihr teilt Screenshots eurer Bracket-Auswahl vor der Deadline, und eine simple Tabelle in einer geteilten Notiz oder Tabelle hält den Punktestand fest. Wer am Ende des Events vorne liegt, gewinnt – ob um die Ehre oder um einen kleinen, freundschaftlichen Einsatz.

Der Reiz einer solchen Mini-Liga liegt im gemeinsamen Mitfiebern: Plötzlich diskutiert ihr vor jedem Match über Formkurven und Map-Pools, ärgert euch gemeinsam über die eine Überraschung, die alle falsch getippt haben, und feiert den mutigen Außenseiter-Tipp, der aufgeht. Kombiniert das mit einem gemeinsamen Watch-Along der Spiele, und aus einem Turnier-Wochenende wird ein echtes Community-Event. Wenn du dabei tiefer in die Szene einsteigen willst, findest du auf unserer Esports-Seite den Überblick über Ligen, Teams und Formate.

Bauchgefühl gegen Daten: die Psychologie des Tippens

Zum Schluss ein ehrlicher Blick auf den Kopf hinter den Tipps. Menschen neigen zu zwei typischen Denkfehlern beim Vorhersagen. Der erste ist der Favoriten-Bias: Wir überschätzen große Namen, weil wir ihre Highlights im Kopf haben, und unterschätzen aufstrebende Teams. Der zweite ist der Recency-Bias: Das letzte Match, das wir gesehen haben, wiegt in unserem Gefühl viel schwerer, als es sollte – ein einzelner Ausrutscher färbt dann die ganze Einschätzung. Wer diese Fallen kennt, kann bewusst gegensteuern.

Der gesündeste Ansatz ist eine Mischung: Nutze Daten (Form, Map-Winrates, Head-to-Head) als Fundament, aber lass Raum für dein informiertes Bauchgefühl – gerade bei den engen Duellen, in denen die Statistik keinen klaren Sieger kennt. Und akzeptiere, dass ein perfektes Tippblatt praktisch unmöglich ist: Genau die Unvorhersehbarkeit macht den Esport spannend. Tippe mit Kopf und Herz, hab Spaß am Mitfiebern, und sieh jede falsche Vorhersage als das, was sie ist – ein Beweis dafür, dass Valorant-Esport nie langweilig wird.

Den VCT-Kalender verstehen: Kickoff, Masters, Champions

Wer Pick’Ems ernsthaft spielen will, sollte den Rhythmus der Wettkampf-Saison kennen. Das Jahr im Valorant Champions Tour ist in feste Bausteine gegliedert: Es beginnt regional mit den Kickoff-Turnieren, in denen die Teams jeder Region den Ton für das Jahr setzen. Darauf folgen die internationalen Masters-Events, bei denen die besten Teams aller Regionen erstmals aufeinandertreffen – hier zeigt sich, welche Region gerade die stärkste Meta spielt. Den krönenden Abschluss bildet Champions, das Weltmeisterschafts-Turnier, für das sich Teams über die Saison qualifizieren.

Für deine Tipps ist dieser Kalender wichtig, weil sich die Aussagekraft der Daten über das Jahr verändert. Beim Kickoff ist die Form noch frisch und schwer einzuschätzen, Überraschungen sind häufig. Bis zu Champions dagegen haben sich die Kräfteverhältnisse geklärt, und die Statistiken sind belastbarer. Passe deine Risikobereitschaft entsprechend an: Früh im Jahr darfst du mutiger auf Außenseiter setzen, spät solltest du den etablierten Topteams mehr vertrauen. Den vollen Überblick über Ligen und Formate findest du auf unserer Esports-Seite und im Champions Live-Hub.

Regionale Stärke: warum die Herkunft eines Teams zählt

Valorant-Esport ist in große regionale Ligen unterteilt, und diese Regionen haben über die Jahre unterschiedliche Spielstile und Stärkephasen entwickelt. Mal dominiert eine Region mit aggressivem, duell-lastigem Spiel, mal setzt eine andere mit disziplinierter Utility und cleverer Map-Kontrolle den Maßstab. Für internationale Events bedeutet das: Die Herkunft eines Teams ist ein echter Hinweis auf seinen Stil – und darauf, wie es gegen einen bestimmten Gegner-Stil abschneiden könnte. Ein Team aus einer aktuell starken Region hat oft mehr Substanz, als sein Bekanntheitsgrad vermuten lässt.

Unterschätze deshalb nicht die „kleineren" Regionen: Immer wieder überraschen Teams bei internationalen Turnieren, weil die heimische Presse und die Fans ihre Stärke außerhalb der eigenen Region unterschätzen. Genau in solchen Cross-Region-Duellen liegen die wertvollsten Punkte für aufmerksame Tipper. Wer vor einem Masters- oder Champions-Event ein paar Spiele aus verschiedenen Regionen anschaut, entwickelt ein Gefühl dafür, welche Region gerade Rückenwind hat – und tippt die internationalen Duelle deutlich treffsicherer als jemand, der nur auf Team-Namen schaut.

Häufige Mythen über Pick’Ems

Um Pick’Ems ranken sich ein paar hartnäckige Irrtümer. Mythos eins: „Man muss ein Esports-Experte sein." Falsch – ein Grundverständnis für Form und Map-Pool reicht, um solide zu tippen, und der Rest ist ohnehin Unvorhersehbarkeit, die alle gleich trifft. Mythos zwei: „Immer nur Favoriten tippen ist am sichersten." Auch das stimmt nur bedingt, denn gerade in Gruppen- und Swiss-Phasen bringen kalkulierte Außenseiter-Tipps oft den entscheidenden Punkte-Vorsprung. Wer nur Favoriten tippt, landet im Mittelfeld – nicht an der Spitze.

Mythos drei: „Pick’Ems kosten Geld oder beeinflussen mein Spiel." Nein – die offiziellen Pick’Ems sind kostenlos, und deine Tipps haben null Einfluss auf dein eigenes Konto oder deinen Rang. Und Mythos vier: „Ein perfektes Tippblatt ist machbar, wenn man nur genug recherchiert." In der Praxis ist ein fehlerfreies Blatt über ein ganzes Event extrem selten, weil der Esport von Überraschungen lebt. Das ist kein Grund zur Frustration, sondern der eigentliche Reiz: Genau die Unberechenbarkeit macht das Mitfiebern erst spannend. Tippe informiert, aber ohne den Anspruch auf Perfektion – dann machst du es richtig.

Deine Tipp-Checkliste vor jeder Phase

Damit du vor jeder Deadline strukturiert vorgehst, hilft eine kleine Routine. Erstens: Form checken – wer hat die letzten Serien gewonnen, wer schwächelt? Zweitens: Map-Pool und Vetos ansehen – welche Maps liegen den beteiligten Teams, welche werden wahrscheinlich gebannt? Drittens: Meta und Patch bedenken – gab es kürzlich Änderungen, die eine Spielweise stärken oder schwächen? Viertens: Head-to-Head prüfen – gibt es Angstgegner-Muster? Wer diese vier Punkte in fünf Minuten durchgeht, tippt sofort fundierter als aus dem Bauch heraus.

Gewichte deine Tipps anschließend nach dem Punktesystem: Setz deine sicheren Vorhersagen auf die klaren Favoriten und spar dir das kalkulierte Risiko für die offenen Duelle auf, in denen ein Außenseiter-Treffer richtig Punkte bringt. Notiere dir zum Schluss deine Begründung in einem Satz – das klingt kleinlich, macht dich aber über die Saison hinweg zu einem besseren Tipper, weil du im Nachhinein siehst, welche deiner Überlegungen aufgingen und welche nicht.

Nach dem Event: aus deinen Tipps lernen

Der größte Lerneffekt kommt nach dem Turnier. Schau dir an, welche Tipps danebenlagen, und frag dich ehrlich: War es echte Unvorhersehbarkeit – ein Team hatte einfach einen Sahnetag – oder ein vermeidbarer Denkfehler, etwa ein Favoriten-Bias oder ignorierte Formkurven? Über mehrere Events hinweg erkennst du so deine persönlichen Muster und wirst spürbar treffsicherer. Die besten Tipper sind nicht die mit dem meisten Glück, sondern die, die aus jedem Event ein bisschen mitnehmen.

Und behalte bei allem die Perspektive: Pick’Ems sind ein Spiel im Spiel, das dein Zuschauen bereichern soll – kein Prüfungsfach. Feiere die mutigen Treffer, lach über die kollektiven Fehlgriffe und nutze die Diskussion mit Freunden als das Beste am ganzen Format. Wenn du so herangehst, wirst du über die Saisons hinweg nicht nur ein besserer Tipper, sondern genießt den Valorant-Esport intensiver als je zuvor.

Häufige Fragen (FAQ)

Wann starten die Valorant Pick’Ems 2026?

Am 10. September 2026 – bestätigt in den Patch Notes 13.05. Getippt wird auf Champions Shanghai (24. September bis 18. Oktober).

Wo gebe ich meine Pick’Ems ab?

Entweder direkt im Spiel über den Esports-Tab oder im Web auf der offiziellen VALORANT-Esports-Seite – beides mit deinem Riot-Account, beides synchronisiert.

Kosten Pick’Ems etwas?

Nein, die Teilnahme ist komplett kostenlos – und schon fürs Mitmachen gibt es kosmetische Rewards.

Welche Belohnungen gibt es bei den Pick’Ems?

Teilnahme-Rewards (z. B. Titel), Leaderboard-Buddies je nach Punktzahl, erfahrungsgemäß eine „Master“-Buddy-Variante für die besten 20 % – und einen legendären Titel für ein perfektes Bracket, das bislang niemand geschafft hat.

Kann ich meine Picks noch ändern?

Ja, in der Regel bis zum Start des ersten Matches der jeweiligen Phase. Danach sind die Picks fest eingeloggt.

Wie viele Punkte kann man maximal holen?

Das hängt vom Event ab – beim Champions-Event 2025 waren maximal 400 Punkte möglich: Punkte für weiterkommende Teams, Bonuspunkte für exakte Platzierungen und Playoff-Runden.