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Teuer wie nie: Der große Valorant Preis-Report 2026

167 Bundles, sechs Jahre, eine Rekordmarke: Unsere Datenanalyse zeigt, dass Valorant-Bundles 2026 im Schnitt 7.135 VP kosten – so viel wie nie. Der komplette Report mit allen Tabellen, Rekorden und der Qualitäts-Gegenprobe.

⚡ Das Wichtigste in 20 Sekunden

Valorant-Bundles kosten 2026 im Schnitt 7.135 VP (≈ 71 €) – so viel wie in keinem Jahr zuvor. Der Treiber: Jedes zweite Bundle des Jahres liegt bei 8.000 VP oder mehr. Datenbasis: alle 167 Featured-Bundles seit Juni 2020, live aus den offiziellen Spieldaten.

Aeris Bundle – Valorant Key-Art

Sechs Jahre lang war der Preis eines Valorant-Bundles eine verlässliche Größe: um die 6.500 VP, mal etwas mehr, mal etwas weniger. 2026 ist damit Schluss. Unsere Auswertung aller 167 Featured-Bundles seit dem Marktstart im Juni 2020 zeigt: Der Durchschnittspreis springt in diesem Jahr auf 7.135 VP – rund 71 Euro, wenn man die Punkte regulär kauft. Das sind 14,5 % mehr als im günstigsten Jahr 2024 und der höchste Wert der Spielgeschichte. Und das Jahr ist noch nicht vorbei: Das traditionell teure Champions-Bundle steht erst noch aus.

Dieser Report zeigt mit vollständigen Tabellen, worauf der Anstieg zurückgeht, welche Rekorde weiter stehen – und warum die eigentliche Geschichte nicht in der Spitze steckt, sondern in der Breite. Alle Zahlen sind nachprüfbar; Methodik und Quellen stehen am Ende. Journalisten und Creator dürfen sämtliche Daten mit Quellenangabe frei verwenden (siehe Presse-Hinweis unten).

Die Kernergebnisse auf einen Blick

#BefundZahl
1Durchschnittspreis aller Bundles 2026 – Allzeithoch7.135 VP (≈ 71,35 €)
2Anstieg gegenüber dem günstigsten Jahr 2024 (6.234 VP)+14,5 %
3Median 2026 vs. 2024 – der typische Bundle-Preis springt noch stärker7.812 vs. 6.200 VP (+26 %)
4Anteil der Bundles ab 8.000 VP: 2020 noch 22 %, 2026 erstmals50 %
5Teuerstes Bundle aller Zeiten (unverändert seit 2023)Radiant Entertainment System, 11.900 VP

Jedes zweite Bundle ist jetzt ein Premium-Release

Wer nur auf die Rekorde schaut, übersieht die eigentliche Verschiebung. Denn 2026 hat den Preisrekord nicht gebrochen – das teuerste Bundle des Jahres, die Karten-Magie-Kollektion Aeris (9.500 VP), bleibt unter den 9.900-VP-Giganten früherer Jahre. Trotzdem ist der Schnitt so hoch wie nie. Wie passt das zusammen?

Die Antwort liegt in der Verteilung: 9 der 18 bisher erschienenen 2026er-Bundles – exakt die Hälfte – kosten 8.000 VP oder mehr. Zum Vergleich: Im Startjahr 2020 lag dieser Premium-Anteil bei 22 %, selbst 2024 erst bei 30 %. Riot verkauft also nicht ein einzelnes, spektakulär teures Bundle – sondern hat das obere Preissegment zur neuen Normalität gemacht. Die günstigen Select-Kollektionen erscheinen weiterhin, aber sie sind vom Regelfall zur Ausnahme geworden.

JahrBundles gesamtdavon ≥ 8.000 VPPremium-Anteil
202018422 %
202129724 %
202224417 %
202325624 %
202427830 %
202526935 %
2026*18950 %

*2026: Stand 5. September; Datenbasis siehe Methodik.

Sechs Jahre Bundle-Preise: die komplette Jahresübersicht

JahrBundlesØ-PreisMedianTeuerstes Bundle des Jahres
2020186.711 VP7.100 VPElderflame – 9.900 VP
2021296.454 VP7.100 VPSpektrum – 10.700 VP
2022246.643 VP7.100 VPProtokoll 781-A – 9.900 VP
2023256.382 VP6.127 VPRadiant Entertainment System – 11.900 VP
2024276.234 VP6.200 VPEvori-Traumschwingen – 9.900 VP
2025266.534 VP6.820 VPORA by OneTap – 9.900 VP
2026*187.135 VP7.812 VPAeris – 9.500 VP

Bemerkenswert ist der Median – der Preis, der die Bundles in eine günstigere und eine teurere Hälfte teilt und damit unempfindlich gegen einzelne Ausreißer ist: Er springt von 6.200 VP (2024) auf 7.812 VP (2026), ein Plus von rund 26 Prozent. Der „typische" Bundle-Kauf ist damit deutlich stärker gestiegen als der Durchschnitt vermuten lässt. Über alle sechs Jahre liegt der Gesamtschnitt der 167 Bundles bei 6.548 VP (Median 6.992 VP) – 2026 liegt fast 600 VP darüber.

Die interaktive Version dieser Daten – mit Preis-Charts, Suchtabelle und allen 167 Einzelpreisen – findest du in unserer Bundle-Preis-Datenbank.

Alle 18 Releases des Jahres 2026 im Überblick

Zur vollständigen Transparenz hier jeder einzelne 2026er-Release mit Shop-Startpreis – die Datengrundlage der Jahreswerte. Auffällig: Zwischen März und Juni erschien fast im Zweiwochentakt ein 8.700-VP-Bundle; günstigere Kollektionen (5.100 VP) bildeten die Ausnahme dazwischen.

ReleaseBundlePreis
06.01.Ayakashi7.160 VP
06.01.VCT26 Capsules2.320 VP
21.01.Reaver (Re-Release)5.880 VP
21.01.Auf ein Neues: Reaver8.720 VP
03.02.Solarstride5.795 VP
03.02.Auf ein Neues 20268.825 VP
04.03.Origami5.100 VP
18.03.Schwarzdorn8.700 VP
02.04.Gummibärchen5.100 VP
16.04.Holo Meridian8.700 VP
01.05.Kuronami 2.09.500 VP
28.05.Rogue8.700 VP
10.06.Hi-DR05.100 VP
10.06.Gute Tat V268.465 VP
24.06.Schwarzer Gipfel8.700 VP
29.07.Neo Frontier 2.06.700 VP
18.08.Aeris9.500 VP
02.09.Run It Back // V265.460 VP

Die Tabelle zeigt das neue Muster in Reinform: Acht Releases im Band zwischen 8.465 und 9.500 VP, dazu wenige günstige Zwischentöne – und kein einziges klassisches Vollpreis-Bundle unter 5.000 VP. Der „Mittelbau" um 6.000–7.000 VP, jahrelang das Rückgrat des Shops, ist 2026 auf zwei Releases zusammengeschrumpft.

Die Rekord-Liste: die 10 teuersten Bundles aller Zeiten

Radiant Entertainment System Bundle – Valorant Key-Art
Platz 1 seit 2023: Radiant Entertainment System – 11.900 VP
Spectrum Bundle – Valorant Key-Art
Platz 2: Spektrum (Zedd-Kollab, 2021) – 10.700 VP
Elderflame Bundle – Valorant Key-Art
Der Pionier: Elderflame (2020) – erstes 9.900-VP-Bundle
Aeris Bundle – Valorant Key-Art
Teuerstes 2026er-Bundle: Aeris – 9.500 VP
#BundlePreisRelease
1Radiant Entertainment System11.900 VPApril 2023
2Spektrum (Zedd-Kollaboration)10.700 VPSeptember 2021
3ORA by OneTap9.900 VPNovember 2025
4Phasenschutz9.900 VPJuni 2025
5Evori-Traumschwingen9.900 VPJuni 2024
6Protokoll 781-A9.900 VPJanuar 2022
7Elderflame9.900 VPJuli 2020
8Aeris9.500 VPAugust 2026
9Kuronami 2.09.500 VPMai 2026
10EX.O9.500 VPJanuar 2025

Auffällig: Vier der zehn teuersten Bundles aller Zeiten sind seit Anfang 2025 erschienen. Die Rekordspitze von 2023 steht zwar unangetastet – aber das Feld direkt dahinter füllt sich in immer kürzeren Abständen. Am unteren Ende der Skala stehen übrigens die Esports-Capsules (ab 1.880 VP), deren Erlöse teilweise an Profi-Teams gehen.

Was heißt das in Euro?

Valorant Points kauft man in Paketen; im deutschen Shop entsprechen sie grob dem Kurs 100 VP ≈ 1 Euro. Ein durchschnittliches 2026er-Bundle kostet damit real etwa 71 Euro – mehr als so manches Vollpreisspiel. Wichtig für die Einordnung: Weil kein VP-Paket exakt auf Bundle-Preise zugeschnitten ist, zahlen viele Spieler durch Restpunkte effektiv mehr oder müssen größere Pakete kombinieren. Welche Paket-Kombination für einen Zielbetrag am günstigsten ist, rechnet unser VP-Rechner aus; die aktuellen Paketpreise und Zahlungswege erklärt der Points-Guide.

Zum Vergleich: Der Battlepass kostet konstant 1.000 VP und liefert Dutzende Items – gemessen am Inhalt bleibt er das mit Abstand günstigste Angebot im Spiel. Der Preisanstieg findet fast ausschließlich im frei verkäuflichen Premium-Segment statt.

Chronik: Sechs Jahre Shop-Politik im Zeitraffer

2020 – der Testballon. Schon einen Monat nach Release wagte Riot das Experiment: Elderflame, das erste 9.900-VP-Bundle, verwandelte Waffen in feuerspeiende Drachen – und wurde trotz (oder wegen) des Preisschocks zum Gesprächsthema weit über die Community hinaus. Die Botschaft des ersten Sommers: Für ein echtes Spektakel zahlen Spieler nahezu jeden Preis. Der Jahresschnitt von 6.711 VP war der zweithöchste der Geschichte – bis 2026 kam.

2021 – das Mengenjahr. Mit 29 Releases war 2021 das produktivste Jahr überhaupt; wer damals jedes Bundle kaufte, zahlte in Summe rund 187.000 VP – umgerechnet etwa 1.870 Euro. Mit dem Spektrum-Bundle der Zedd-Kollaboration (10.700 VP) durchbrach erstmals ein Bundle die 10.000er-Marke. Gleichzeitig drückten viele einfache Kollektionen den Schnitt auf 6.454 VP – die Spreizung zwischen billig und teuer begann.

2022 – der Qualitäts-Tiefpunkt. Kurioserweise war 2022 weder besonders billig noch besonders teuer (6.643 VP) – aber es war das Jahr der einfachen Ware: Nur 22 % der neuen Kollektionen waren voll animiert, im Schnitt gab es magere 1,72 Chromas pro Skin – beides Tiefstwerte. Wer heute über „lieblose Bundles" schimpft, meint historisch gesehen 2022.

2023 – Rekord und Rabatt zugleich. Das Radiant Entertainment System sprengte im April 2023 mit 11.900 VP alle Maßstäbe – ein Rekord, der bis heute steht. Gleichzeitig fiel der Median auf 6.127 VP, den niedrigsten Wert überhaupt: Riot fuhr eine Doppelstrategie aus einzelnen Prestige-Krachern und vielen günstigen Kollektionen.

2024 – das Schnäppchenjahr. Mit 6.234 VP im Schnitt war 2024 das günstigste Jahr der Spielgeschichte – bei gleichzeitig wieder steigender Qualität (50 % voll animiert). Rückblickend war das der beste Zeitpunkt, eine Sammlung aufzubauen. Es war zugleich das Jahr, in dem Riot konzernweit rund 530 Stellen strich – die Monetarisierungswende deutete sich an.

2025/2026 – die Premium-Wende. Seit 2025 dreht Riot an beiden Schrauben gleichzeitig: mehr Aufwand pro Skin (77 % voll animierte Neu-Kollektionen 2025) und mehr Releases im oberen Preisband. 2026 vollendet den Umbau – jedes zweite Bundle kostet 8.000 VP oder mehr, und der Jahresschnitt erreicht mit 7.135 VP sein Allzeithoch.

Der Preis der Treue: Was Komplett-Sammler zahlen

Für die kleine, aber reale Gruppe der Komplett-Sammler – Spieler, die jedes Featured-Bundle mitnehmen – summiert sich die Entwicklung drastisch: Die bisherigen 18 Releases des Jahres 2026 kosten zusammen bereits rund 128.400 VP, also etwa 1.284 Euro in acht Monaten. Hält Riot das Tempo, endet das Jahr bei hochgerechnet rund 188.000 VP (≈ 1.880 €) – das wäre der teuerste Komplett-Jahrgang der Geschichte, knapp vor dem Mengenjahr 2021 (187.160 VP), aber mit elf Bundles weniger. Genau darin steckt die Verschiebung: 2021 kam die Summe über die Masse zustande, 2026 kommt sie über den Preis.

Werden die Bundles wenigstens besser? Die Qualitäts-Analyse

Teurer ist das eine – aber bekommen Spieler dafür auch mehr? Um das zu prüfen, haben wir für jede neue Kollektion (Re-Releases wie die „Run It Back"-Bundles ausgenommen) aus den Spieldaten ausgelesen, wie viele Ausbaustufen (Level) und Farbvarianten (Chromas) ihre Skins mitbringen. Level sind der beste messbare Indikator für „Show": Erst über sie schalten Skins Animationen, Sound-Effekte und Finisher frei – ein Skin mit 4+ Leveln ist praktisch immer eine voll animierte Premium-Produktion.

JahrØ Level pro SkinØ Chromas pro SkinAnteil voll animierter Kollektionen (≥ 4 Level)
20202,362,7650 %
20212,362,1048 %
20222,131,7222 %
20232,292,1739 %
20242,532,7550 %
20253,033,0877 %
2026*2,913,1070 %

Das Ergebnis überrascht – und entlastet Riot teilweise: Die Bundles werden nicht einfach teurer, sie werden auch aufwändiger. 2022 war der Tiefpunkt: Nur 22 % der neuen Kollektionen waren voll animiert, im Schnitt gab es 2,13 Level und 1,72 Chromas pro Skin. Seitdem steigt die Kurve steil: 2025 und 2026 sind 70–77 % der Neu-Kollektionen voll animierte Produktionen mit im Schnitt rund drei Leveln und über drei Farbvarianten pro Skin. Rechnet man den Preis auf die gebotenen Ausbaustufen um, ist ein „Level" 2026 mit rund 2.450 VP sogar etwa 14 % günstiger als 2020 (ca. 2.840 VP).

Die Kehrseite: Das günstige Einsteiger-Segment stirbt leise aus. Wer früher regelmäßig schlichte, hübsche Kollektionen für kleines Geld fand, hat 2026 kaum noch Auswahl – Riot hat das Sortiment fast komplett auf die teure, voll animierte Schiene verschoben. Mehr Gegenwert pro Bundle, aber ein höherer Einstiegspreis ins Hobby: Beides ist wahr, und genau das ist die eigentliche Geschichte des Jahres. (Methodik-Hinweis: Auswertung über die eindeutig zuordenbaren Neu-Kollektionen – 2026 bisher 10 von 18 Releases; Re-Releases und Capsules ohne eigene Skin-Linie sind ausgenommen.)

Einordnung: Warum steigen die Preise?

Riot äußert sich zu einzelnen Bundle-Preisen traditionell nicht – die Preisgestaltung gilt als Geschäftsgeheimnis. Drei belegbare Entwicklungen liefern aber Kontext:

1. Skins sind Riots Valorant-Geschäftsmodell. Valorant ist Free-to-play; Kosmetik ist die zentrale Einnahmequelle. Wie groß dieser Markt ist, zeigte schon das allererste Champions-Bundle 2021: Laut einem Medienbericht von Upcomer spielte es rund 18,7 Millionen US-Dollar ein, wovon Riot die Hälfte – etwa 585.000 Dollar pro Team – an die 16 teilnehmenden Organisationen ausschüttete (von Riot nie offiziell im Detail bestätigt, die 50-%-Beteiligung an Champions-Bundles ist dagegen offizielles Programm).

2. Riot hat 2024 spürbar konsolidiert. Im Januar 2024 baute das Unternehmen offiziell rund 530 Stellen ab – etwa 11 % der Belegschaft – und schloss das Publishing-Label Riot Forge. Seitdem ist bei allen Riot-Titeln ein stärkerer Fokus auf Monetarisierung zu beobachten; der wachsende Premium-Anteil bei Valorant-Bundles passt in dieses Bild.

3. Offizielle VP-Preiserhöhungen gab es bereits – nur nicht überall. Zum 18. September 2024 passte Riot die VP-Preise in zahlreichen Regionen offiziell an – in der Türkei etwa um +15 %, in der Ukraine um +66 %; Deutschland blieb unverändert. Riots Begründung: Wechselkurse und die Bekämpfung von VPN-Preisarbitrage – verbunden mit dem bemerkenswert offenen Eingeständnis, man sei über die Erhöhungen „selbst nicht begeistert". Für deutsche Spieler bedeutet das: Der Euro-Preis pro VP blieb stabil – teurer wird das Hobby trotzdem, weil die Bundles selbst höher bepreist werden.

Die Gegenprobe: Was gegen die These spricht

Zur journalistischen Fairness gehört die Gegenrechnung. Erstens: 2026 ist noch nicht abgeschlossen – bis Jahresende erscheinen erfahrungsgemäß noch acht bis zehn Bundles, darunter auch günstigere Select-Kollektionen, die den Schnitt drücken könnten. Zweitens: Mit 18 Bundles ist die 2026er-Stichprobe kleiner als die kompletter Jahrgänge. Und drittens fehlt der größte Preistreiber des Jahres noch: Das Champions-2026-Bundle – laut bekannten Leakern für den 23. September erwartet (unbestätigt!) – lag in den Vorjahren stets im obersten Preissegment. Realistisch ist also eher, dass der 2026er-Schnitt bis Dezember weiter steigt als fällt. Die These „teuerstes Jahr" steht damit auf ungewöhnlich sicherem Fundament – wir aktualisieren diese Seite nach jedem Release.

Die Ausreißer: Was die günstigsten Releases verraten

Am unteren Ende der Preisskala stehen keine klassischen Skin-Kollektionen, sondern die Esports-Capsules: Team-Sprays, Karten und Buddies rund um die VCT, ab 1.880 VP (VCT-CN-Capsules 2024) beziehungsweise 2.320 VP (VCT25/VCT26). Sie sind ein Sonderfall mit Doppelfunktion – günstiger Einstieg für Fans und zugleich Finanzierungsinstrument für die Profi-Szene, denn wie beim Champions-Bundle fließt ein Teil der Erlöse an die Teams. Für die Statistik heißt das: Selbst diese strukturell billigen Releases können den 2026er-Schnitt nicht mehr unter das Niveau der Vorjahre drücken – dafür ist das übrige Sortiment zu konsequent nach oben gerückt. Rechnet man die Capsules testweise heraus, läge der 2026er-Schnitt der „echten" Skin-Bundles sogar noch deutlich über 7.500 VP.

Deutschland-Fokus: Was der Trend für hiesige Spieler bedeutet

Für deutsche Spieler hat die Entwicklung eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute: Der Euro-Kurs der VP selbst ist seit Jahren stabil – bei Riots großer Preisanpassung zum 18. September 2024 blieb Deutschland ausdrücklich außen vor, während etwa die Türkei (+15 %) und die Ukraine (+66 %) teils drastische Erhöhungen sahen. Wer hierzulande 10 Euro einzahlt, bekommt dieselben Punkte wie 2020. Die schlechte: Was man für diese Punkte bekommt, ist eben teurer geworden – der Preisanstieg läuft nicht über den Wechselkurs, sondern über die Preisschilder im Shop und ist damit für alle Regionen gleichermaßen spürbar.

Zur Einordnung der Größenordnung: Ein durchschnittliches 2026er-Bundle (≈ 71 €) kostet inzwischen so viel wie ein aktuelles Vollpreisspiel; das Rekord-Bundle von 2023 (119 €) liegt über dem Preis mancher Konsole im Sale. Gerade für jüngere Spieler – Valorant ist ab 16 freigegeben – ist das ein relevanter Batzen Taschengeld. Umso wichtiger ist der bewusste Umgang: Kaufen, was man wirklich liebt, Rabatt-Fenster nutzen, und den eigenen Bestand kennen, bevor Neues dazukommt.

Wie es weitergeht: drei Szenarien bis Jahresende

Szenario 1 – „Beruhigung": Riot schiebt im Herbst mehrere günstige Select-/Deluxe-Kollektionen nach, wie es sie in jedem Q4 gab. Selbst dann müsste der Rest des Jahres fast ausschließlich unter 6.000 VP liegen, um den Schnitt zurück auf 2025er-Niveau zu bringen – angesichts der bisherigen Release-Politik unwahrscheinlich.

Szenario 2 – „Status quo": Der Mix bleibt wie bisher; der Jahresschnitt pendelt sich zwischen 7.000 und 7.200 VP ein. 2026 wäre auch dann das teuerste Jahr der Spielgeschichte.

Szenario 3 – „Champions-Effekt": Das Champions-2026-Bundle – laut bekannten Leakern für den 23. September erwartet, von Riot bislang nicht bestätigt – erscheint im obersten Preissegment, wie alle seine Vorgänger. Dazu kommen erfahrungsgemäß ein bis zwei weitere Premium-Kollektionen zum Jahresendgeschäft. In diesem Fall klettert der Schnitt Richtung 7.300 VP – und 2026 zementiert seinen Platz als Wendejahr der Valorant-Preispolitik. Unsere Einschätzung auf Basis der bisherigen Muster: Szenario 3 ist das wahrscheinlichste. Wir aktualisieren diesen Report nach jedem Release – zuletzt am 5. September 2026.

Was heißt das für Spieler?

Zunächst die beruhigende Einordnung: Skins bleiben reine Kosmetik – wer nichts kauft, verliert keinerlei spielerischen Vorteil, und der konstant günstige Battlepass (1.000 VP) deckt den Grundbedarf an Abwechslung zuverlässig ab. Wer aber sammelt, sollte den veränderten Markt strategisch angehen und den Kauf-Reflex beim Release-Tag hinterfragen: Kaum ein Bundle ist wirklich „weg" – fast alle Skins kehren über Shop-Rotation oder Night Market zurück, nur die limitierten Champions-Editionen nicht.

Wer nicht jeden Trend mitkaufen will, hat drei bewährte Hebel: Der Night Market rabattiert zweimal pro Akt-Zyklus sechs zufällige Skins um etwa 10–50 %. Kollektions-Bundles sind pro Skin günstiger als Einzelkäufe – die Preis-Historie zeigt, welche Kollektion ihr Geld wert war. Und wer wissen will, wie viel bereits im eigenen Spind steckt, bekommt den Gesamtwert in Euro von der kostenlosen Valorant-Spind-App berechnet – lokal und ohne Login. Einen ehrlichen Blick darauf, was Spieler im Schnitt ausgeben, wirft unsere Ausgaben-Analyse.

Methodik & Nachweise

Datenbasis: Alle 167 Featured-Bundles vom 7. Juli 2020 (Elderflame-Ära, inkl. der Startkollektionen ab Juni 2020) bis zum 2. September 2026 (Run It Back // V26), vollständig dokumentiert in der valorant-spind.de-Bundle-Datenbank (rückwirkend aus den offiziellen Spieldaten aufgebaut und fortlaufend gepflegt). Preise: reguläre Shop-Startpreise in VP zum jeweiligen Release, wie im Spiel-Client angezeigt; zeitlich begrenzte Rabatte und Einzel-Skin-Preise sind nicht Teil der Jahresmittel. Berechnung: Jahreszuordnung nach Release-Datum; Durchschnitt = arithmetisches Mittel, Median = Zentralwert des Jahrgangs. Esports-Capsules zählen als reguläre Featured-Releases mit. Bild- und Grunddaten: offizielle Spieldaten via valorant-api.com (Community-Spiegel der Client-Daten). Externe Quellen: Riot Games („2024 Regional Price Updates", 2024; Mitteilung zum Stellenabbau, Januar 2024), Upcomer/vlr.gg (Champions-2021-Umsatz, Medienbericht). Stand: 5. September 2026. Fehler gefunden? Schreib uns.

Über diese Auswertung: valorant-spind.de ist eine unabhängige deutsche Valorant-Fanseite und dokumentiert Shop-, Bundle- und Skin-Daten in einer fortlaufend gepflegten Datenbank; parallel entwickeln wir die kostenlose Windows-App Valorant-Spind, die den Sammlungswert lokal berechnet. Dieser Report ist redaktionell unabhängig entstanden, enthält keine bezahlten Inhalte und steht in keiner Verbindung zu Riot Games. Valorant ist eine Marke von Riot Games, Inc.

📰 Für Presse & Creator

Alle Zahlen, Tabellen und Auswertungen dieses Reports dürfen für redaktionelle Zwecke frei verwendet werden – Bedingung ist lediglich die Quellenangabe mit Link auf valorant-spind.de. Zitierfertig: „Laut einer Auswertung von valorant-spind.de kosten Valorant-Bundles 2026 im Schnitt 7.135 VP – mehr als in jedem Jahr zuvor; jedes zweite Bundle liegt inzwischen bei 8.000 VP oder mehr." Rückfragen & Rohdaten: info@valorant-spind.de

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Valorant-Preise 2026: Die Fakten in Kürze

Quelle: valorant-spind.de-Auswertung aller 167 Featured-Bundles (Spieldaten via valorant-api.com) · Stand: 5. September 2026

Häufige Fragen (FAQ)

Wie teuer ist ein Valorant-Bundle im Durchschnitt 2026?

Im Schnitt 7.135 VP, umgerechnet rund 71 Euro – der höchste Jahresdurchschnitt seit dem Start des Spiels. Der Median liegt 2026 sogar bei 7.812 VP (Stand: 5. September 2026, 18 Releases).

Was ist das teuerste Valorant-Bundle aller Zeiten?

Das Radiant Entertainment System aus dem April 2023 mit 11.900 VP (≈ 119 €), gefolgt vom Spektrum-Bundle der Zedd-Kollaboration (10.700 VP, 2021).

Warum werden Valorant-Skins immer teurer?

Der Schnitt steigt vor allem, weil der Anteil teurer Bundles wächst: 2026 kostet jedes zweite Bundle 8.000 VP oder mehr (2020: 22 %). Skins sind Riots zentrale Einnahmequelle im Free-to-play-Modell; seit dem Stellenabbau von 2024 ist konzernweit ein stärkerer Monetarisierungsfokus erkennbar.

Sind auch die VP-Preise in Deutschland gestiegen?

Nein. Bei Riots offizieller Preisanpassung zum 18. September 2024 blieb Deutschland unverändert; erhöht wurde u. a. in der Türkei (+15 %) und der Ukraine (+66 %). Teurer wird das Hobby hierzulande, weil die Bundles selbst höher bepreist werden.

Bekommen Spieler für die höheren Preise auch mehr geboten?

Messbar ja: Neu-Kollektionen bringen 2025/2026 im Schnitt rund drei Ausbaustufen und über drei Farbvarianten pro Skin mit – 70–77 % sind voll animierte Produktionen (2022: nur 22 %). Pro Ausbaustufe gerechnet ist ein Bundle 2026 sogar etwas günstiger als 2020. Dafür schrumpft das günstige Einsteiger-Segment deutlich.

Woher stammen die Daten dieses Reports?

Aus der fortlaufend gepflegten Bundle-Datenbank von valorant-spind.de (alle 167 Featured-Bundles seit Juni 2020, Shop-Startpreise aus dem Spiel-Client) sowie den offiziellen Spieldaten via valorant-api.com. Methodik und externe Quellen stehen im Methodik-Abschnitt.

Darf ich die Zahlen für einen Artikel oder ein Video verwenden?

Ja – alle Zahlen und Tabellen dürfen für redaktionelle Zwecke frei verwendet werden, mit Quellenangabe und Link auf valorant-spind.de. Rohdaten gibt es auf Anfrage per E-Mail.