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Valorant Preis-Report 2026: Premium wird Normalität

171 Bundles, sechs Jahre, ein Kopf-an-Kopf-Rennen: 2026 kostet ein Valorant-Bundle im Schnitt 6.713 VP – nach dem Popmonz-Bundle (8.700 VP) wieder Platz 1 der Jahreswertung, hauchdünn vor 2020 (6.711 VP). Dazu setzt der Premium-Trend einen Rekord: 45 % aller Bundles des Jahres liegen bei 8.000 VP oder mehr. Der komplette Report mit allen Tabellen, Rekorden und der Qualitäts-Gegenprobe.

Zuletzt aktualisiert: 14. Oktober 2026

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Valorant-Bundles kosten 2026 im Schnitt 6.713 VP (≈ 67 €) – mit dem Popmonz-Bundle (8.700 VP, 14.10.) aktuell Platz 1, hauchdünn vor dem bisherigen Rekordjahr 2020 (6.711 VP). Rekord ist auch die Verteilung: Fast jedes zweite Bundle des Jahres (45 %) liegt bei 8.000 VP oder mehr. Datenbasis: alle 171 Featured-Bundles seit Juni 2020, live aus den offiziellen Spieldaten.

Aeris Bundle – Valorant Key-Art

Sechs Jahre lang war der Preis eines Valorant-Bundles eine verlässliche Größe: um die 6.500 VP, mal etwas mehr, mal etwas weniger. 2026 schien damit Schluss zu sein – im Durchschnitt ist das Rennen aber knapper, als es lange aussah. Unsere Auswertung aller 171 Featured-Bundles seit dem Marktstart im Juni 2020 zeigt: Der Durchschnittspreis liegt in diesem Jahr bei 6.713 VP – rund 67 Euro, wenn man die Punkte regulär kauft. Das sind 7,7 % mehr als im günstigsten Jahr 2024 und aktuell Platz 1 – mit nur 2 VP Vorsprung auf 2020 (6.711 VP), vor 2022 (6.643 VP). Bis Anfang September lag 2026 noch klar vorn (7.135 VP) – dann kamen am 23.09. das Champions-2026-Bundle (6.640 VP) und das Warden-Launch-Paket zur neuen Rifle (995 VP) dazu, am 06.10. das günstige Galleria-Bundle (2.935 VP) und am 14.10. das Popmonz-Bundle (8.700 VP). Ohne das Warden-Sonderpaket läge 2026 bei rund 6.986 VP.

Dieser Report zeigt mit vollständigen Tabellen, was sich am Bundle-Markt wirklich verschoben hat, welche Rekorde weiter stehen – und warum die eigentliche Geschichte nicht in der Spitze steckt, sondern in der Breite. Alle Zahlen sind nachprüfbar; Methodik und Quellen stehen am Ende. Journalisten und Creator dürfen sämtliche Daten mit Quellenangabe frei verwenden (siehe Presse-Hinweis unten).

Die Kernergebnisse auf einen Blick

#BefundZahl
1Durchschnittspreis aller Bundles 2026 – Platz 1, hauchdünn vor 20206.713 VP (≈ 67,13 €)
2Anstieg gegenüber dem günstigsten Jahr 2024 (6.234 VP)+7,7 %
3Median 2026 vs. 2024 – der typische Bundle-Preis steigt stärker als der Schnitt6.930 vs. 6.200 VP (+12 %)
4Anteil der Bundles ab 8.000 VP: 2020 noch 22 %, 2026 so hoch wie nie45 %
5Teuerstes Bundle aller Zeiten (unverändert seit 2023)Radiant Entertainment System, 11.900 VP

Fast jedes zweite Bundle ist jetzt ein Premium-Release

Wer nur auf die Rekorde schaut, übersieht die eigentliche Verschiebung. Denn 2026 hat den Preisrekord nicht gebrochen – das teuerste Bundle des Jahres, die Karten-Magie-Kollektion Aeris (9.500 VP), bleibt unter den 9.900-VP-Giganten früherer Jahre. Und auch der Jahresschnitt liegt nur hauchdünn vor dem Startjahr 2020. Warum ist 2026 trotzdem das Jahr der Premium-Wende?

Die Antwort liegt in der Verteilung: 10 der 22 bisher erschienenen 2026er-Bundles – 45 %, also fast die Hälfte – kosten 8.000 VP oder mehr. Zum Vergleich: Im Startjahr 2020 lag dieser Premium-Anteil bei 22 %, selbst 2024 erst bei 30 %. Riot verkauft also nicht ein einzelnes, spektakulär teures Bundle – sondern hat das obere Preissegment zur neuen Normalität gemacht. Die günstigen Select-Kollektionen erscheinen weiterhin, aber sie sind vom Regelfall zur Ausnahme geworden.

JahrBundles gesamtdavon ≥ 8.000 VPPremium-Anteil
202018422 %
202129724 %
202224417 %
202325624 %
202427830 %
202526935 %
2026*221045 %

*2026: Stand 14. Oktober (inkl. Popmonz vom 14.10.); Datenbasis siehe Methodik.

Sechs Jahre Bundle-Preise: die komplette Jahresübersicht

JahrBundlesØ-PreisMedianTeuerstes Bundle des Jahres
2020186.711 VP7.100 VPElderflame – 9.900 VP
2021296.454 VP7.100 VPSpektrum – 10.700 VP
2022246.643 VP7.100 VPProtokoll 781-A – 9.900 VP
2023256.382 VP6.127 VPRadiant Entertainment System – 11.900 VP
2024276.234 VP6.200 VPEvori-Traumschwingen – 9.900 VP
2025266.534 VP6.820 VPORA by OneTap – 9.900 VP
2026*226.713 VP6.930 VPAeris – 9.500 VP

Bemerkenswert ist der Median – der Preis, der die Bundles in eine günstigere und eine teurere Hälfte teilt und damit unempfindlich gegen einzelne Ausreißer ist: Er steigt von 6.200 VP (2024) auf 6.930 VP (2026), ein Plus von rund 12 Prozent – der „typische“ Bundle-Kauf ist damit stärker gestiegen als der Durchschnitt (+7,7 %). Über alle sechs Jahre liegt der Gesamtschnitt der 171 Bundles bei 6.508 VP (Median 6.975 VP) – 2026 liegt gut 200 VP darüber.

Die interaktive Version dieser Daten – mit Preis-Charts, Suchtabelle und allen 171 Einzelpreisen – findest du in unserer Bundle-Preis-Datenbank.

Alle 22 Releases des Jahres 2026 im Überblick

Zur vollständigen Transparenz hier jeder einzelne 2026er-Release mit Shop-Startpreis – die Datengrundlage der Jahreswerte. Auffällig: Zwischen März und Juni erschien fast im Zweiwochentakt ein 8.700-VP-Bundle; günstigere Kollektionen (5.100 VP) bildeten die Ausnahme dazwischen.

ReleaseBundlePreis
06.01.Ayakashi7.160 VP
06.01.VCT26 Capsules2.320 VP
21.01.Reaver (Re-Release)5.880 VP
21.01.Auf ein Neues: Reaver8.720 VP
03.02.Solarstride5.795 VP
03.02.Auf ein Neues 20268.825 VP
04.03.Origami5.100 VP
18.03.Schwarzdorn8.700 VP
02.04.Gummibärchen5.100 VP
16.04.Holo Meridian8.700 VP
01.05.Kuronami 2.09.500 VP
28.05.Rogue8.700 VP
10.06.Gute Tat V268.465 VP
17.06.Hi-DR05.100 VP
24.06.Schwarzer Gipfel8.700 VP
29.07.Neo Frontier 2.06.700 VP
18.08.Aeris9.500 VP
02.09.Run It Back // V265.460 VP
23.09.Champions 20266.640 VP
23.09.Warden Launch (Galleria-Paket zur neuen Rifle)995 VP
06.10.Galleria (Select-Kollektion: Vandal, Operator, Odin, Judge, Frenzy)2.935 VP
14.10.Popmonz (Start von Akt 6)8.700 VP

Die Tabelle zeigt das neue Muster in Reinform: Zehn Releases im Band zwischen 8.465 und 9.500 VP, dazu wenige günstige Zwischentöne – und bis Ende September abgesehen vom Warden-Launch-Paket kein einziges Skin-Bundle unter 5.000 VP. Erst das Galleria-Bundle (06.10., 2.935 VP) brachte wieder eine echte Select-Kollektion für kleines Geld – und schon acht Tage später kehrte Riot mit Popmonz (8.700 VP) ins Premium-Band zurück. Der „Mittelbau“ um 6.000–7.000 VP, jahrelang das Rückgrat des Shops, ist 2026 auf zwei Releases zusammengeschrumpft (Neo Frontier 2.0 und Champions 2026).

Die Rekord-Liste: die 10 teuersten Bundles aller Zeiten

Radiant Entertainment System Bundle – Valorant Key-Art
Platz 1 seit 2023: Radiant Entertainment System – 11.900 VP
Spectrum Bundle – Valorant Key-Art
Platz 2: Spektrum (Zedd-Kollab, 2021) – 10.700 VP
Elderflame Bundle – Valorant Key-Art
Der Pionier: Elderflame (2020) – erstes 9.900-VP-Bundle
Aeris Bundle – Valorant Key-Art
Teuerstes 2026er-Bundle: Aeris – 9.500 VP
#BundlePreisRelease
1Radiant Entertainment System11.900 VPApril 2023
2Spektrum (Zedd-Kollaboration)10.700 VPSeptember 2021
3ORA by OneTap9.900 VPNovember 2025
4Phasenschutz9.900 VPJuni 2025
5Evori-Traumschwingen9.900 VPJuni 2024
6Protokoll 781-A9.900 VPJanuar 2022
7Elderflame9.900 VPJuli 2020
8Aeris9.500 VPAugust 2026
9Kuronami 2.09.500 VPMai 2026
10EX.O9.500 VPJanuar 2025

Auffällig: Fünf der zehn teuersten Bundles aller Zeiten sind seit Anfang 2025 erschienen. Die Rekordspitze von 2023 steht zwar unangetastet – aber das Feld direkt dahinter füllt sich in immer kürzeren Abständen. Am unteren Ende der Skala stehen übrigens die Esports-Capsules (ab 1.880 VP), deren Erlöse teilweise an Profi-Teams gehen.

Was heißt das in Euro?

Valorant Points kauft man in Paketen; im deutschen Shop entsprechen sie grob dem Kurs 100 VP ≈ 1 Euro. Ein durchschnittliches 2026er-Bundle kostet damit real etwa 68 Euro – mehr als so manches Vollpreisspiel. Wichtig für die Einordnung: Weil kein VP-Paket exakt auf Bundle-Preise zugeschnitten ist, zahlen viele Spieler durch Restpunkte effektiv mehr oder müssen größere Pakete kombinieren. Welche Paket-Kombination für einen Zielbetrag am günstigsten ist, rechnet unser VP-Rechner aus; die aktuellen Paketpreise und Zahlungswege erklärt der Points-Guide.

Zum Vergleich: Der Battlepass kostet konstant 1.000 VP und liefert Dutzende Items – gemessen am Inhalt bleibt er das mit Abstand günstigste Angebot im Spiel. Der Preisanstieg findet fast ausschließlich im frei verkäuflichen Premium-Segment statt.

Chronik: Sechs Jahre Shop-Politik im Zeitraffer

2020 – der Testballon. Schon einen Monat nach Release wagte Riot das Experiment: Elderflame, das erste 9.900-VP-Bundle, verwandelte Waffen in feuerspeiende Drachen – und wurde trotz (oder wegen) des Preisschocks zum Gesprächsthema weit über die Community hinaus. Die Botschaft des ersten Sommers: Für ein echtes Spektakel zahlen Spieler nahezu jeden Preis. Der Jahresschnitt von 6.711 VP war fünf Jahre lang der höchste der Geschichte – 2026 rutschte mit dem Galleria-Bundle kurz auf Platz 3, liegt seit dem Popmonz-Bundle (14.10.) mit 6.713 VP aber wieder hauchdünn darüber.

2021 – das Mengenjahr. Mit 29 Releases war 2021 das produktivste Jahr überhaupt; wer damals jedes Bundle kaufte, zahlte in Summe rund 187.000 VP – umgerechnet etwa 1.870 Euro. Mit dem Spektrum-Bundle der Zedd-Kollaboration (10.700 VP) durchbrach erstmals ein Bundle die 10.000er-Marke. Gleichzeitig drückten viele einfache Kollektionen den Schnitt auf 6.454 VP – die Spreizung zwischen billig und teuer begann.

2022 – der Qualitäts-Tiefpunkt. Kurioserweise war 2022 weder besonders billig noch besonders teuer (6.643 VP) – aber es war das Jahr der einfachen Ware: Nur 22 % der neuen Kollektionen waren voll animiert, im Schnitt gab es magere 1,72 Chromas pro Skin – beides Tiefstwerte. Wer heute über „lieblose Bundles“ schimpft, meint historisch gesehen 2022.

2023 – Rekord und Rabatt zugleich. Das Radiant Entertainment System sprengte im April 2023 mit 11.900 VP alle Maßstäbe – ein Rekord, der bis heute steht. Gleichzeitig fiel der Median auf 6.127 VP, den niedrigsten Wert überhaupt: Riot fuhr eine Doppelstrategie aus einzelnen Prestige-Krachern und vielen günstigen Kollektionen.

2024 – das Schnäppchenjahr. Mit 6.234 VP im Schnitt war 2024 das günstigste Jahr der Spielgeschichte – bei gleichzeitig wieder steigender Qualität (50 % voll animiert). Rückblickend war das der beste Zeitpunkt, eine Sammlung aufzubauen. Es war zugleich das Jahr, in dem Riot konzernweit rund 530 Stellen strich – die Monetarisierungswende deutete sich an.

2025/2026 – die Premium-Wende. Seit 2025 dreht Riot an beiden Schrauben gleichzeitig: mehr Aufwand pro Skin (77 % voll animierte Neu-Kollektionen 2025) und mehr Releases im oberen Preisband. 2026 setzt den Umbau fort – 45 % der Bundles kosten 8.000 VP oder mehr, so viele wie nie. Der Jahresschnitt (6.713 VP) liegt trotzdem nur 2 VP über dem bisherigen Allzeithoch von 2020, weil Riot dazwischen auch sehr günstige Pakete wie Galleria (2.935 VP) und das Warden-Launch-Paket (995 VP) verkauft.

Der Preis der Treue: Was Komplett-Sammler zahlen

Für die kleine, aber reale Gruppe der Komplett-Sammler – Spieler, die jedes Featured-Bundle mitnehmen – summiert sich die Entwicklung drastisch: Die bisherigen 22 Releases des Jahres 2026 kosten zusammen bereits rund 148.000 VP, also etwa 1.480 Euro in gut neuneinhalb Monaten. Hält Riot das Tempo, endet das Jahr bei hochgerechnet rund 188.000 VP (≈ 1.880 €) – das wäre sogar etwas mehr als im Mengenjahr 2021 (187.160 VP), obwohl 2026 hochgerechnet auf weniger Releases kommt (rund 28 statt 29). Genau darin steckt die Verschiebung: 2021 kam die Summe über die Masse zustande, 2026 kommt sie über den Preis.

Werden die Bundles wenigstens besser? Die Qualitäts-Analyse

Teurer ist das eine – aber bekommen Spieler dafür auch mehr? Um das zu prüfen, haben wir für jede neue Kollektion (Re-Releases wie die „Run It Back“-Bundles ausgenommen) aus den Spieldaten ausgelesen, wie viele Ausbaustufen (Level) und Farbvarianten (Chromas) ihre Skins mitbringen. Level sind der beste messbare Indikator für „Show“: Erst über sie schalten Skins Animationen, Sound-Effekte und Finisher frei – ein Skin mit 4+ Leveln ist praktisch immer eine voll animierte Premium-Produktion.

JahrØ Level pro SkinØ Chromas pro SkinAnteil voll animierter Kollektionen (≥ 4 Level)
20202,362,7650 %
20212,362,1048 %
20222,131,7222 %
20232,292,1739 %
20242,532,7550 %
20253,033,0877 %
2026*2,913,1070 %

Das Ergebnis überrascht – und entlastet Riot teilweise: Die Bundles werden nicht einfach teurer, sie werden auch aufwändiger. 2022 war der Tiefpunkt: Nur 22 % der neuen Kollektionen waren voll animiert, im Schnitt gab es 2,13 Level und 1,72 Chromas pro Skin. Seitdem steigt die Kurve steil: 2025 und 2026 sind 70–77 % der Neu-Kollektionen voll animierte Produktionen mit im Schnitt rund drei Leveln und über drei Farbvarianten pro Skin. Rechnet man den Preis auf die gebotenen Ausbaustufen um, ist ein „Level“ 2026 mit rund 2.340 VP sogar etwa 18 % günstiger als 2020 (ca. 2.840 VP).

Die Kehrseite: Das günstige Einsteiger-Segment stirbt leise aus. Wer früher regelmäßig schlichte, hübsche Kollektionen für kleines Geld fand, hatte 2026 bis Oktober kaum noch Auswahl – Riot hat das Sortiment weitgehend auf die teure, voll animierte Schiene verschoben; erst das Galleria-Bundle (2.935 VP) war wieder eine Select-Kollektion. Mehr Gegenwert pro Bundle, aber ein höherer Einstiegspreis ins Hobby: Beides ist wahr, und genau das ist die eigentliche Geschichte des Jahres. (Methodik-Hinweis: Auswertung über die eindeutig zuordenbaren Neu-Kollektionen – 2026 die 10 Neu-Kollektionen bis 05.09.; Re-Releases, Launch-Pakete und Capsules ohne eigene Skin-Linie sind ausgenommen. Die späteren Releases Champions 2026, Galleria und Popmonz sind in dieser Qualitäts-Stichprobe noch nicht enthalten.)

Einordnung: Warum steigen die Preise?

Riot äußert sich zu einzelnen Bundle-Preisen traditionell nicht – die Preisgestaltung gilt als Geschäftsgeheimnis. Drei belegbare Entwicklungen liefern aber Kontext:

1. Skins sind Riots Valorant-Geschäftsmodell. Valorant ist Free-to-play; Kosmetik ist die zentrale Einnahmequelle. Wie groß dieser Markt ist, zeigte schon das allererste Champions-Bundle 2021: Laut einem Medienbericht von Upcomer spielte es rund 18,7 Millionen US-Dollar ein, wovon Riot die Hälfte – etwa 585.000 Dollar pro Team – an die 16 teilnehmenden Organisationen ausschüttete (von Riot nie offiziell im Detail bestätigt, die 50-%-Beteiligung an Champions-Bundles ist dagegen offizielles Programm).

2. Riot hat 2024 spürbar konsolidiert. Im Januar 2024 baute das Unternehmen offiziell rund 530 Stellen ab – etwa 11 % der Belegschaft – und schloss das Publishing-Label Riot Forge. Seitdem ist bei allen Riot-Titeln ein stärkerer Fokus auf Monetarisierung zu beobachten; der wachsende Premium-Anteil bei Valorant-Bundles passt in dieses Bild.

3. Offizielle VP-Preiserhöhungen gab es bereits – nur nicht überall. Zum 18. September 2024 passte Riot die VP-Preise in zahlreichen Regionen offiziell an – in der Türkei etwa um +15 %, in der Ukraine um +66 %; Deutschland blieb unverändert. Riots Begründung: Wechselkurse und die Bekämpfung von VPN-Preisarbitrage – verbunden mit dem bemerkenswert offenen Eingeständnis, man sei über die Erhöhungen „selbst nicht begeistert“. Für deutsche Spieler bedeutet das: Der Euro-Preis pro VP blieb stabil – teurer wird das Hobby trotzdem, weil die Bundles selbst höher bepreist werden.

Die Gegenprobe: Was gegen die These spricht

Zur journalistischen Fairness gehört die Gegenrechnung – und sie hat sich inzwischen bestätigt. Erstens: 2026 ist noch nicht abgeschlossen, und günstigere Select-Kollektionen können den Schnitt jederzeit drücken. Genau das ist mit dem Galleria-Bundle (06.10., 2.935 VP) passiert: Es senkte den Schnitt von 6.803 auf 6.619 VP, 2026 fiel damit vorübergehend hinter 2020 (6.711 VP) und 2022 (6.643 VP) zurück – bis das Popmonz-Bundle (14.10., 8.700 VP) ihn wieder auf 6.713 VP hob. Zweitens: Mit 22 Bundles ist die 2026er-Stichprobe kleiner als die kompletter Jahrgänge. Und drittens: Das Champions-2026-Bundle (vom 23. September bis 20. Oktober im Shop, siehe unsere Champions-2026-Bundle-Seite) kostet 6.640 VP wie schon 2025; zusammen mit dem Warden-Launch-Paket (995 VP) senkte es den Schnitt bereits von 7.135 auf 6.803 VP. Die These „teuerstes Jahr“ gilt beim Durchschnitt damit nur hauchdünn und vorläufig (2 VP Vorsprung) – eindeutig dagegen beim Premium-Anteil (45 % ab 8.000 VP). Wir aktualisieren diese Seite nach jedem Release.

Die Ausreißer: Was die günstigsten Releases verraten

Am unteren Ende der Preisskala stehen keine klassischen Skin-Kollektionen, sondern die Esports-Capsules: Team-Sprays, Karten und Buddies rund um die VCT, ab 1.880 VP (VCT-CN-Capsules 2024) beziehungsweise 2.320 VP (VCT25/VCT26). Sie sind ein Sonderfall mit Doppelfunktion – günstiger Einstieg für Fans und zugleich Finanzierungsinstrument für die Profi-Szene, denn wie beim Champions-Bundle fließt ein Teil der Erlöse an die Teams. Für die Statistik heißt das: Zusammen mit dem Warden-Launch-Paket (995 VP) und dem Galleria-Bundle (2.935 VP) ziehen diese günstigen Releases den 2026er-Schnitt spürbar nach unten. Rechnet man die VCT26-Capsules und das Warden-Launch-Paket testweise heraus, liegt der 2026er-Schnitt der „echten“ Skin-Bundles bei rund 7.219 VP.

Deutschland-Fokus: Was der Trend für hiesige Spieler bedeutet

Für deutsche Spieler hat die Entwicklung eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute: Der Euro-Kurs der VP selbst ist seit Jahren stabil – bei Riots großer Preisanpassung zum 18. September 2024 blieb Deutschland ausdrücklich außen vor, während etwa die Türkei (+15 %) und die Ukraine (+66 %) teils drastische Erhöhungen sahen. Wer hierzulande 10 Euro einzahlt, bekommt dieselben Punkte wie 2020. Die schlechte: Was man für diese Punkte bekommt, ist eben teurer geworden – der Preisanstieg läuft nicht über den Wechselkurs, sondern über die Preisschilder im Shop und ist damit für alle Regionen gleichermaßen spürbar.

Zur Einordnung der Größenordnung: Ein durchschnittliches 2026er-Bundle (≈ 67 €) kostet inzwischen so viel wie ein aktuelles Vollpreisspiel; das Rekord-Bundle von 2023 (119 €) liegt über dem Preis mancher Konsole im Sale. Gerade für jüngere Spieler – Valorant ist ab 16 freigegeben – ist das ein relevanter Batzen Taschengeld. Umso wichtiger ist der bewusste Umgang: Kaufen, was man wirklich liebt, Rabatt-Fenster nutzen, und den eigenen Bestand kennen, bevor Neues dazukommt.

Wie es weitergeht: drei Szenarien bis Jahresende

Szenario 1 – „Beruhigung“: Riot schiebt im Herbst weitere günstige Select-Kollektionen nach, wie es sie in jedem Q4 gab. Das Galleria-Bundle (2.935 VP, 06.10.) drückte den Schnitt bereits kurzzeitig auf Platz 3 – schon ein weiteres Bundle unter rund 6.660 VP würde 2026 wieder hinter 2020 (6.711 VP) zurückwerfen.

Szenario 2 – „Status quo“: Die restlichen Releases bis Jahresende folgen dem Mix der ersten acht Monate (Ø rund 7.100 VP ohne Sonder-Pakete). Dann steigt der Schnitt leicht über 6.713 VP – und 2026 verteidigt Platz 1 knapp; entschieden ist das Rennen mit 2020 (6.711 VP) aber erst im Dezember.

Szenario 3 – „Premium-Jahresende“: Das Champions-2026-Bundle (6.640 VP) und Galleria (2.935 VP) sind draußen, Popmonz (8.700 VP) war der Auftakt zu Akt 6. Kommen zum Jahresendgeschäft vor allem Premium-Kollektionen (Ø rund 8.000 VP), klettert der Schnitt deutlich über 6.800 VP – und 2026 sichert sich den Rekord klar. Unsere Einschätzung auf Basis der bisherigen Muster: Szenario 2 ist das wahrscheinlichste. Wir aktualisieren diesen Report nach jedem Release – zuletzt am 14. Oktober 2026.

Was heißt das für Spieler?

Zunächst die beruhigende Einordnung: Skins bleiben reine Kosmetik – wer nichts kauft, verliert keinerlei spielerischen Vorteil, und der konstant günstige Battlepass (1.000 VP) deckt den Grundbedarf an Abwechslung zuverlässig ab. Wer aber sammelt, sollte den veränderten Markt strategisch angehen und den Kauf-Reflex beim Release-Tag hinterfragen: Kaum ein Bundle ist wirklich „weg“ – fast alle Skins kehren über Shop-Rotation oder Night Market zurück, nur die limitierten Champions-Editionen nicht.

Wer nicht jeden Trend mitkaufen will, hat drei bewährte Hebel: Der Night Market rabattiert mehrmals im Jahr sechs zufällige Skins um 10–49 %. Kollektions-Bundles sind pro Skin günstiger als Einzelkäufe – die Preis-Historie zeigt, welche Kollektion ihr Geld wert war. Und wer wissen will, wie viel bereits im eigenen Spind steckt, bekommt den Gesamtwert in Euro von der kostenlosen Valorant-Spind-App berechnet – lokal und ohne Login. Einen ehrlichen Blick darauf, was Spieler im Schnitt ausgeben, wirft unsere Ausgaben-Analyse.

Methodik & Nachweise

Datenbasis: Alle 171 Featured-Bundles vom 7. Juli 2020 (Elderflame-Ära, inkl. der Startkollektionen ab Juni 2020) bis zum 14. Oktober 2026 (Popmonz), vollständig dokumentiert in der valorant-spind.de-Bundle-Datenbank (rückwirkend aus den offiziellen Spieldaten aufgebaut und fortlaufend gepflegt). Preise: reguläre Shop-Startpreise in VP zum jeweiligen Release, wie im Spiel-Client angezeigt; zeitlich begrenzte Rabatte und Einzel-Skin-Preise sind nicht Teil der Jahresmittel. Berechnung: Jahreszuordnung nach Release-Datum; Durchschnitt = arithmetisches Mittel, Median = Zentralwert des Jahrgangs. Esports-Capsules und Launch-Pakete neuer Waffen (Warden Launch) zählen als reguläre Featured-Releases mit. Bild- und Grunddaten: offizielle Spieldaten via valorant-api.com (Community-Spiegel der Client-Daten). Externe Quellen: Riot Games („2024 Regional Price Updates“, 2024; Mitteilung zum Stellenabbau, Januar 2024), Upcomer/vlr.gg (Champions-2021-Umsatz, Medienbericht). Stand: 14. Oktober 2026. Fehler gefunden? Schreib uns.

Über diese Auswertung: valorant-spind.de ist eine unabhängige deutsche Valorant-Fanseite und dokumentiert Shop-, Bundle- und Skin-Daten in einer fortlaufend gepflegten Datenbank; parallel entwickeln wir die kostenlose Windows-App Valorant-Spind, die den Sammlungswert lokal berechnet. Dieser Report ist redaktionell unabhängig entstanden, enthält keine bezahlten Inhalte und steht in keiner Verbindung zu Riot Games. Valorant ist eine Marke von Riot Games, Inc.

📰 Für Presse & Creator

Alle Zahlen, Tabellen und Auswertungen dieses Reports dürfen für redaktionelle Zwecke frei verwendet werden – Bedingung ist lediglich die Quellenangabe mit Link auf valorant-spind.de. Zitierfertig: „Laut einer Auswertung von valorant-spind.de liegen 2026 so viele Valorant-Bundles wie nie im Premium-Segment: 45 % kosten 8.000 VP oder mehr; der Jahresschnitt liegt bei 6.713 VP – knapp über dem bisherigen Rekordjahr 2020." Rückfragen & Rohdaten: info@valorant-spind.de

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Die CSV mit allen 171 Bundle-Preisen und fertige Zitier-Vorlagen stehen auf unserer Presseseite mit allen Datensätzen bereit.

Valorant-Preise 2026: Die Fakten in Kürze

Quelle: valorant-spind.de-Auswertung aller 171 Featured-Bundles (Spieldaten via valorant-api.com) · Stand: 14. Oktober 2026

Häufige Fragen (FAQ)

Wie teuer ist ein Valorant-Bundle im Durchschnitt 2026?

Im Schnitt 6.713 VP, umgerechnet rund 67 Euro – aktuell Platz 1 der Jahreswertung, hauchdünn vor 2020 (6.711 VP) und 2022 (6.643 VP). Der Median liegt 2026 bei 6.930 VP (Stand: 14. Oktober 2026, 22 Releases inkl. Popmonz).

Was ist das teuerste Valorant-Bundle aller Zeiten?

Das Radiant Entertainment System aus dem April 2023 mit 11.900 VP (≈ 119 €), gefolgt vom Spektrum-Bundle der Zedd-Kollaboration (10.700 VP, 2021).

Warum werden Valorant-Skins immer teurer?

Teurer wird vor allem das typische Bundle, weil der Anteil teurer Bundles wächst: 2026 kostet fast jedes zweite Bundle (45 %) 8.000 VP oder mehr (2020: 22 %). Skins sind Riots zentrale Einnahmequelle im Free-to-play-Modell; seit dem Stellenabbau von 2024 ist konzernweit ein stärkerer Monetarisierungsfokus erkennbar.

Sind auch die VP-Preise in Deutschland gestiegen?

Nein. Bei Riots offizieller Preisanpassung zum 18. September 2024 blieb Deutschland unverändert; erhöht wurde u. a. in der Türkei (+15 %) und der Ukraine (+66 %). Teurer wird das Hobby hierzulande, weil die Bundles selbst höher bepreist werden.

Bekommen Spieler für die höheren Preise auch mehr geboten?

Messbar ja: Neu-Kollektionen bringen 2025/2026 im Schnitt rund drei Ausbaustufen und über drei Farbvarianten pro Skin mit – 70–77 % sind voll animierte Produktionen (2022: nur 22 %). Pro Ausbaustufe gerechnet ist ein Bundle 2026 sogar etwas günstiger als 2020. Dafür schrumpft das günstige Einsteiger-Segment deutlich.

Woher stammen die Daten dieses Reports?

Aus der fortlaufend gepflegten Bundle-Datenbank von valorant-spind.de (alle 171 Featured-Bundles seit Juni 2020, Shop-Startpreise aus dem Spiel-Client) sowie den offiziellen Spieldaten via valorant-api.com. Methodik und externe Quellen stehen im Methodik-Abschnitt.

Darf ich die Zahlen für einen Artikel oder ein Video verwenden?

Ja – alle Zahlen und Tabellen dürfen für redaktionelle Zwecke frei verwendet werden, mit Quellenangabe und Link auf valorant-spind.de. Rohdaten gibt es auf Anfrage per E-Mail.